Donnerstag, 28. Januar 2010
Aufholen
Yair macht gerade einen Schwimmkurs mit und startet im März wieder voll durch mit Fussball. Für den Sommer habe ich ihn heute beim Camp Kee Tov angemeldet, in das auch seine Freunde gehen werden. Damit haben wir nur Ende Juli eine Woche Notprogramm ohne Kinderbetreuung.
Yonatan regiert bald den Haushalt. Ein richtiger kleiner Schlawiener mit einer Menge Selbstbewusstsein und einem grossartigen Sinn für Humor. Mit dem Sprechen lässt er sich Zeit (ja ja, das kann auch an der Zwei-(Drei-?)Sprachigkeit liegen (muss aber nicht)), macht sich aber auch so für alle verständlich, kreischt was das Zeug hält, wenn es denn sein muss, und lacht sich manchmal schlapp, ohne dass man genau weiss, warum. Er versteht alles und will manchmal zu viel. Er isst nach wie vor wie ein Scheunendrescher, meiner Meinung mehr als Yair an schlechten Tagen. Seit neuestem verschlingt er in Windeseile Cheerios mit Milch zum Frühstück. Machmal komme ich mit dem Einkaufen gar nicht nach.
Bei der Arbeit dampft es zur Zeit, aber morgen dürfte sich die Luft wieder abkühlen, dann haben wir diese Version auch geschafft. Ich arbeite praktisch rund um die Uhr, schaufel mir aber auch Zeit für wichtigere Dinge frei. Für den Elternsprechtag morgen zum Beispiel. Wir sind um 8:30 Uhr dran, danach bleibt Shai mit Yair zu Hause, denn ich muss unbedingt im Büro die letzten Fäden verknüpfen. Morgen falle ich dann wahrscheinlich um 21 Uhr ins Bett. Nach mir die Sintflut.
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Arbeitsfrust
- Unsere ewige Praktikantin ab Januar nicht mehr hier sein wird
- Unsere stille Teamgöttin im Januar in Mutterschutz geht
Dienstag, 18. August 2009
Schön blöd
Das ganze ist nur halb so peinlich, wenn Kolleginnen dann zugeben, das sei ihnen auch schon widerfahren.
Freitag, 26. Juni 2009
Wenn ich versuche...
Mittwoch, 27. Mai 2009
Erleichtert
Mein Göttergatte hingegen hatte schon angefangen, den Firmenanwalt als unfähig zu denunzieren, und lief tagein, tagaus mit miesepetrigem Gesicht herum (nur Seattle und das Wiedersehen mit seinen Eltern konnten die Sorgen für einige Tage vertreiben). Jetzt herrscht wieder eitel Sonnenschein. Und das Kinderbettchen ist auch tiefergelegt, nachdem wir gestern neben Yonatans Bett stehenbleiben mussten, bis er endlich eingeschlafen war (und das dauuuuerte, da er vor Begeisterung über seine neuen Fähigkeiten einfach nicht zur Ruhe kommen konnte).
Montag, 18. Mai 2009
Was für ein Wochenende!
- Schwiegereltern sind so schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind. Netterweise treffen wir sie nächstes Wochenende nochmal -- in Seattle!
- Mein Mann ist kein Student mehr! Gestern war die offizielle Commencement Ceremony/Graduation, bei sengender Hitze (ich übertreibe nicht) in Berkeleys Griechischem Theater. Uns floss alles weg, und irgendwann habe ich mir nur noch die Kinder geschnappt und bin in den Schatten geflüchtet. Dass man die Geschehnisse von dort aus weder sehen noch hören konnte, war zwar schade, aber nicht zu ändern. Der anschliessende Empfang auf dem Campus hat uns ein wenig entschädigt, noch mehr das Restaurant am Abend. Und jetzt ist es vorbei. Ich bin irgendwie fassungslos.
- Zahn 5 und 6 sind durch! Diesmal hat der kleinste Mann sich doch ein wenig gequält, und ganz vorbei ist es noch nicht. Ständig braucht er etwas zum Beissen, und meine Schulter hat's ihm besonders angetan (aber damit kann ich leben, solange er andere Körperteile sachte behandelt).
- Seinen Po kann Yonatan inzwischen auch vom Boden erheben. Lange kann es nicht mehr dauern, bis er klassisch krabbelt. Auf dem Bauch robbt es sich aber auch gut. Inzwischen lässt er sich auch gerne anfeuern. Als ich ihn heute gerufen und die Arme nach ihm ausgestreckt habe, ist er doch tatsächlich zu mir gekommen. Ich war begeistert. Er scheint schon einiges zu verstehen und schüttelt manchmal wehement den Kopf (zu süß!).
- Die amerikanischen Behörden scheinen sich die Sache mit meinem Visum noch überlegen zu müssen. Jetzt benötigen sie zusäztliche Papiere, was hier natürlich gleich für helle Aufregung gesorgt hat (ICH bin ruhig geblieben, wohlgemerkt!), zumal noch nicht raus ist, worum es geht, weil ich zwar per email informiert worden bin, die Details aber auf dem Postweg an den Firmenanwalt gehen. Zzzzzzz.
- Und jetzt bin ich müde und will ins Bett, muss aber noch einen riesen Berg Wäsche auffalten...
Dienstag, 5. Mai 2009
Ausgelastet
Dienstag, 28. April 2009
Entlassungen
Donnerstag, 23. April 2009
Gedächtnis wie ein Sieb
Freitag, 10. April 2009
Seeräuber-Gedanken
Wenn ich dann in den Medien lese, dass Piraten im Golf von Ahden gegen US Kriegsschiffe kämpfen, mutet das an, als ob Märchenfiguren plötzlich ins wirkliche Leben treten. Wie? Die gibt es tatsächlich? Immer noch? Und wenn man dann ein bisschen genauer hinschaut, wird man gewahr, dass sie ihr Unwesen gar nicht so sehr im Verborgenen und auch gar nicht so selten treiben.
Da ich fleissig Software dokumentiere, die die Abläufe an Container-Häfen automatisiert und optimiert, berühren mich solche Berichte auf besondere Weise, legen „unsere“ Schiffe doch weite Strecken mit schwerer Last zurück, zum Beispiel von Melbourne nach Sydney nach Auckland nach Suva nach Tauranga nach Honolulu nach Seattle nach Vancouver nach Oakland nach Los Angeles und wieder nach Auckland. Wer weiss, vielleicht wurde die „Maersk Alabama“, deren Besatzung die Seeräuber heldenhaft in die Flucht schlagen konnte (ohne leider den Kapitän zu retten), von Personal beladen, das mit unserer Software arbeitet. So nah dran...
Mittwoch, 30. Januar 2008
Glückskind?
Nicht, dass es mir leicht fällt, jeden Morgen vor sechs aufzustehen. Heute hat zu allem Übel mein Wecker versagt und ich musste in Windeseile ausgehfertig sein. Ausserdem raucht mir der Kopf, weil es, wie immer in einem neuen Job, so viel zu lernen gibt.
Yair bleibt ohne zu Murren länger im Kindergarten, bis 15:30 Uhr. Dort schläft er Mittags wenigstens wieder, und davon konnte ja in den letzten Monaten keine Rede sein.
Shai hängt wieder gänzlich im Semester und hat kaum Zeit zum Schlafen oder Essen. Apropos, da ich jetzt weniger Zeit habe, aber trotzdem regelmässig Kochen muss, kommt natürlich der tolle Schnellkochtopf genau passend (Danke nochmal!). Inzwischen habe ich mir schon Rezepte besorgt und mich durch alle nötigen Kapitel gelesen. Spätestens am Wochenende wird er eingeweiht. Ein bisschen Respekt habe ich ja vor dem Ding noch, aber das wird sich sicher legen.
So wurschteln wir uns also durch die Tage, die übrigens in letzter Zeit äusserst verregnet sind. Nur heute hat aus Versehen die Sonne geschienen, aber eiskalt war es trotzdem.
Donnerstag, 15. November 2007
Echtes und Imaginäres
Ansonsten läuft alles prima. Yair vergnügt sich mit seinen imaginären Freunden Meschek, Kakas und Yaram. Er kann stundenlang Selbstgespräche führen, in seinem Zimmer oder in der Badewanne. "Warum weinst du? Was? Hör schon auf zu weinen! Mama kommt gleich." In diesem Ton. Zum Schreien.
Heute Abend hat allerdings er geschrieen. Da ging aus unerfindlichen Gründen in regelmässigen Intervallen der Rauchmelder los. Beim ersten Mal kam der kleine Mann brüllend angerannt. Danach klammerte er sich an mich und hielt sich erschrocken die Ohren zu. An Schlaf nicht zu denken. Ein Anruf bei der Verwaltung, und innerhalb einer Stunde rückte ein bebrillter Mann mit Leiter an, begutachtete die Rauchmelder, schaltete eine Sicherung aus ("Manchmal kann das helfen. Ooops, jetzt habe ich ihren Computer auch ausgemacht..."), schraubte die Dinger dann ab und warf sie in den nächsten Müll. Morgen werden neue angebracht. "Wenn es ihnen nichts ausmacht, eine Nacht ohne Rauchmelder auszukommen. Sie haben ja noch den echten Feueralarm, machen sie sich also keine Sorgen." Im Gegenteil -- jetzt können wir wenigstens in Ruhe schlafen. Gute Nacht!
Freitag, 9. November 2007
Wenn du es am wenigsten erwartest...
Was habe ich gestern geschrieben? Ich wollte nur angenommen werden? Hm. Ich bin angenommen worden!!! Und vielen Dank für die aufmunterden Kommentare in der Zwischenzeit! Ich schätze das sehr!
Donnerstag, 8. November 2007
Bergab
Ich könnte mir einreden, dass mich das nicht weiter juckt. Denn immerhin bin ich eigentlich davon überzeugt, dass alles seinen Grund hat, und meistes einen guten. Wenn sie sich entschlossen haben, mich nicht einzustellen, dann muss ich meinen Alltag wenigstens nicht mit zweistündigen Fahrten in jede Richtung belasten. Das macht das Leben so viel einfacher.
Aber die Wahrheit ist: Es juckt mich. Nicht weil ich mich unbedingt auf den Weg machen wollte, sondern weil ich angenommen werden wollte. Denn jetzt muss ich nochmal von vorne beginnen. Anzeigen lesen, Anschreiben aufsetzen, den einstellenden Vorgesetzten ausfindig machen, verfolgen, ob Firma X meine Bewerbung bekommen hat und wann mit einer Antwort zu rechnen ist. Wieder und Wieder. Wer hat dafür Energie?
Für den Moment halte ich mich also an Bücher (habe gerade The Kite Runner ausgelesen und bin endlich! mit dem letzten Harry Potter angefangen) und den Haushalt. Und an den süssesten kleinen Jungen der Welt. Keine Ambitionen. Ich brauche ein paar Tage, um mich aufzuraffen und mich aus dem Loch zu ziehen. Aber dann werde ich diese Jobsache angehen. Vielleicht muss ich wirklich einfach nur die Zeile einer Freundin an potentielle Arbeitgeber weiterleiten, für den Zweifelsfall: "Es ist Jeanne, stellt sie einfach zu ihren Bedingungen ein :-)."
Sonntag, 4. November 2007
Jobaussichten
Seit Halloween ist es ruhig geworden um uns. Das hat aber erfreuliche Gründe: Ich bereite mich auf eine Runde Vorstellungsgespräche am Montag vor, bei einer Firma in Sunnyvale. Das ist zwar weit, aber warten wir mal ab, was daraus wird. Ich bin jedenfalls ganz aufgeregt, also drückt mir die Daumen!
Sonntag, 28. Oktober 2007
Networking
Heute zum Beispiel waren wir zum Kindergeburtstag eingeladen. Eine der Mütter, die ich schon aus dem Kindergarten kenne, mit der ich aber noch nie wirklich gesprochen habe, hat schon vor Jahren ihren MBA in Harvard gemacht (sie ist gut über 40 und hat zwei Adoptivkinder) und arbeitet seit langem in San Francisco bei einer Consulting-Firma, die auch Aufträge an Technische Redakteure vergibt. So einfach. Jetzt muss ich nur über ihre Webseite mein Profil erstellen und mich dann bei ihr melden. Sie ist Senior Vice President und General Manager. Vielleicht wird ja was draus...
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Sie ist da
Vielleicht liegt es daran, dass ich dem Antrag die Sozialversicherungsnummer zufügen konnte, die ich 1997 durch mein Semester an der ISU bekommen habe. Trotzdem bin ich noch immer ganz von den Socken. Jetzt habe ich also keine Entschuldigung mehr, tatenlos rumzusitzen... Aber ich habe ja auch schon acht Bewerbungen rausgeschickt, und über den Vater eines Kindes, das in Yairs Kindergarten geht, habe ich Kontakt zu einem hiesigen, etablierten Technischen Redakteur aufgenommen, der bereit ist, mir bei der Vermittlung zu helfen. Sieht also doch nicht so schlecht aus fürs erste.
Eilig habe ich es trotzdem nicht. Bis Januar möchte ich mir noch gönnen. Und eine Portion Glück benötige ich schliesslich auch. Ein Job fällt einem ja nicht einfach so in den Schoss, schon gar nicht, wenn er teilzeit sein soll.
Übrigens kann ich fast von Glück sagen, dass ich meine Stelle in Israel aufgegeben habe. Vorgestern sind 25% der Mitarbeiter entlassen worden. Ich bin noch ganz geschockt.
Donnerstag, 5. Juli 2007
Peinlich
In der Mittagspause bin ich schnell zum Zahnarzt gedüst, um mir die letzte Füllung verpassen zu lassen. Als ich wiederkam, blinkte auf meinem Bildschirm ein kleine Erinnerungsbox:
Reminder: Jeanne + ZafiZafi ist der Chef meines Chefs. Diese Besprechung war sein Monaten anberaumt. Ich hatte es leider versäumt, vor dem Zahnarzttermin in meinen Kalender zu schauen. Ich wäre fast gestorben vor Scham.
51 Minutes Overdue
Nachtrag: Den Kopf abgerissen hat er mir nicht. Die Besprechung ist auf nächsten Mittwochen verschoben.
Dienstag, 12. Juni 2007
Das schlechte Gewissen
Sonntag, 29. Juli: Tel Aviv -- Köln-Bonn
Donnerstag, 16. August: Düsseldorf -- Las Vegas -- San Francisco
Hach, ist das aufregend. Dass wir uns gezofft haben, weil es irgendwo auf dem weiten Reisemarkt noch günstigere Tickets gab als die, die ich ausgegraben habe, ist doch da eigentlich nebensächlich.
Mittwoch, 6. Juni 2007
The word is out
Alle Naselang steckt jemand den Kopf zur Tür herein, fragt "Was habe ich da gehört? Du gehst?" und schiebt gleich nach "Was sollen wir denn bloss ohne dich machen?". Wenn Leute den Grund erfahren, beobachte ich oft, was wir inzwischen gemeinhin als den Berkeley-Effekt bezeichnen: der Ausruf "Berkeley?? WOW!!!", begleitet von hochgezogenen Augenbrauen, aufgerissenen Augen und einem offenstehenden Mund. R&D-Direktor R. zum Standortwechsel: "Also wenn nicht Attunity, dann ist Berkeley DER Ort."
So werde ich denn langsam anfangen, meine Tage zu zählen. Wenn alles so verläuft, wie zur Zeit angedacht, dann könnte der letzte Arbeitstag auf meinen Geburtstag fallen. Wäre doch nett. Aber bis dahin muss ich noch die Dokumentation für Version 2.2 dieses Produkts fertigstellen...