Okay, ich hatte mir geschworen, erst wieder zu schreiben, wenn unsere Sachen angekommen sindund ich die noetige Ruhe und Umgebung dazu habe. Da wir aber immer noch warten, bekomme ich langsam lange Zaehne und befuerchte ausserdem, dass mir die Leser vollends davon laufen, weil sie nichts mehr von mir hoeren. Deshalb also ein kurzer Zwischenbericht.
Das Schiff hat irgendwann letzte Woche, so um den 5. September, in Los Angeles angelegt. Seither haengt wohl alles im Zoll fest. Irgendwie hegen wir aber die (toerichte?) Hoffnung, dass sich unsere Wohnung bis zum naechsten Wochenende fuellen koennte. Ach, ich traeume taeglich davon, einen gemuetlichen Abend auf dem Sofa zu verbringen. Ist das zu viel verlangt?
Unterdessen hat der kleine Mann die ersten Tage im neuen Kindergarten hinter sich gebracht. Bisher nur zwei kurze Wochen, unterbrochen von Rosh HaShana, dem juedischen Neujahrsfest, das gerade hinter uns liegt und das wir mit einem ueppigen Abendessen im Kreise des Jewish Business Club verbracht haben. Yair hadert natuerlich ein wenig mit der Sprache. Trotzdem singt er jedoch morgens auf dem Weg zum Kindergarten froehlich vor sich hin und verschwindet gleich in irgendeiner Spielecke, wenn wir den Raum betreten. Es laeuft also ganz gut an, und ich geniesse die paar freien Stunden, die mir das beschert. So konnte ich inzwischen endlich meinen Antrag auf Arbeitserlaubnis einreichen und langsam damit beginnen, mich nach geeigneten Jobs in der Umgebung umzusehen.
Manchmal, das muss ich zugeben, werde ich (und vermutlich wir alle) von Heimwehattacken uebermannt. Aber das war ja nicht anders zu erwarten, so ging es mir in Israel anfangs ja auch (obwohl ich das natuerlich niemandem erzaehlt habe). So ein Einleben braucht eben Zeit.
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Samstag, 15. September 2007
Freitag, 24. August 2007
V-E-R-S-P-A-E-T-U-N-G
Letzten Sonntag, da war die Welt noch in Ordnung. Da dachte ich noch, das Containerschiff wuerde am naechsten Tag anlegen und gegen Ende der Woche sei aller alter neuer Kram bei uns und ich koenne mich in Ruhe ans Auspacken machen, den Computer anschliessen und bald wieder froehlich jeden Tag bloggen. Das. sollte. wohl. nicht. sein.
Der 1. September ist der neue geschaetzte Anlegetermin. Hat jemand meine frustrierten Schreie gehoert? So sitze ich hier wie ein Fisch auf dem Trockenen, der sich auf Shais Laptop stuerzt, sobald dieser mal fuer ein paar Minuten die haeuslichen vier Waende aufsuchen kann. Aber bald, dass schwoere ich, bald werde ich wieder aktiv. Ewig kann das ja nicht mehr dauern. Jetzt bin ich aber erstmal wieder weg...
Der 1. September ist der neue geschaetzte Anlegetermin. Hat jemand meine frustrierten Schreie gehoert? So sitze ich hier wie ein Fisch auf dem Trockenen, der sich auf Shais Laptop stuerzt, sobald dieser mal fuer ein paar Minuten die haeuslichen vier Waende aufsuchen kann. Aber bald, dass schwoere ich, bald werde ich wieder aktiv. Ewig kann das ja nicht mehr dauern. Jetzt bin ich aber erstmal wieder weg...
Sonntag, 19. August 2007
Alles bestens
Jetzt sind wir also hier. Und es fuehlt sich gut an! Der Flug war weit angenehmer als ich erwartet hatte, dank Yair, der so ein suesser kleiner Spatz ist und kein einziges Mal unbequem wurde, nicht mal in Las Vegas, als wir den Anschlussflug verpasst haben und alles hektisch drunter und drueber ging.
Seither lassen wir uns kalifornischen Wind um die Nase wehen und geniessen blauen Himmel und Sonne. Warme Tage, kalte Naechte. Die Wohnng ist zwar noch leer, aber sobald wir eingerichtet sind und der Computer angeschlossen ist, werde ich hoffentlich wieder etwas mehr Zeit zum Bloggen haben. Details und Fotos werden dann nachgeliefert. Bis dahin lasse ich euch zappeln und tauche nur hin und wieder mal aus der Versenkung auf.
Seither lassen wir uns kalifornischen Wind um die Nase wehen und geniessen blauen Himmel und Sonne. Warme Tage, kalte Naechte. Die Wohnng ist zwar noch leer, aber sobald wir eingerichtet sind und der Computer angeschlossen ist, werde ich hoffentlich wieder etwas mehr Zeit zum Bloggen haben. Details und Fotos werden dann nachgeliefert. Bis dahin lasse ich euch zappeln und tauche nur hin und wieder mal aus der Versenkung auf.
Mittwoch, 15. August 2007
Wir sind dann mal weg...
Morgen früh geht es los. Es wird also in den nächsten Tagen wohl noch etwas ruhiger um uns, aber nächste Woche sind wir sicher soweit eingerichtet -- wenn der Container wie angekündigt am Freitag anlegt.
Auf geht's...
Auf geht's...
Dienstag, 31. Juli 2007
Zwischenstation
in Deutschland. Bei 20 Grad Temperaturunterschied zum Waschküchenwetter in Israel frieren wir uns hier durch den Tag und hoffen auf baldige Wetterbesserung. Unterdessen hat der kleine Mann sich seinen ersten Virus eingefangen. Er fiebert und hustet vor sich hin. Ansonsten geniessen wir das Nichtstun im erweiterten Familienkreis.
In zwei Tagen fliegt mein Göttergatte weiter. Dann wird es langsam aber sicher Ernst...
In zwei Tagen fliegt mein Göttergatte weiter. Dann wird es langsam aber sicher Ernst...
Samstag, 28. Juli 2007
Das wars
Von 11:30 bis 21:30 hatten wir das Haus voll. Ein ständiges Kommen und Gehen. Mit vielen Tränen zwischendurch. Und in knapp acht Stunden sitzen wir im Flieger nach D. Bis bald, Israel. Wir kommen zurück.
Freitag, 27. Juli 2007
Kindergarten ade
Heute war Yairs letzter Tag im Kindergarten. Verblüffender Weise hat er scheinbar ganz genau verstanden, dass er nicht zurück kommen wird. "Ani etga'agea hachi le Yahav weleGaia." (Yahav und Gaia werde ich am meisten vermissen.) hat er zu Rachel, der Kindergärtnerin, gesagt. "Er hat Glück, dass er so süss ist", meinte sie zu uns. "Er wird es überall leicht haben, weil er dirket ins Herz geht."
Auf dem Weg zum Auto verlangte Yair nach Wasser und ich reichte ihm den Becher, den er im Kindergarten immer benutzt. Erst sah er mich an, dann den Becher. Dann sagte er: "Ima, ze shaiach lagan." (Mama, der gehört zum Kindergarten.) "Das stimmt, aber heute dürfen wir ihn mitnehmen." "Lo, ima! Ze shaiach lagan!" (Nein, Mama! Der gehört zum Kindergarten!) Also sind wir zusammen zurück gegangen, um Rachel den Becher zu bringen. Sichtlich gerührt, nahm sie ihn entgegen und versprach Yair, ihn an seinen Platz zu stellen. "Du bist so ein guter Junge!" meinte sie. "Dieser Becher ist meine Erinnerung an dich."
Dann musste Yair noch schnell Choshen, den Hund, streicheln, der immer auf der Wiese döst, wenn ich ihn abhole, den er sonst aber kaum mehr eines Blickes würdigt. Wie kann ein so kleiner Junge so grosse Veränderungen begreifen?
Wunderbare Geschenke hat er mit nach Hause gebracht. Ein T-Shirt mit Bildern aller Kinder in seiner Gruppe, ein grosses Plakat mit allen Handabdrücken und eine Kart mit guten Wünschen. Es ist schön, so geliebt zu werden. Möge unser kleiner Mann immer so viel Liebe um sich haben.
Auf dem Weg zum Auto verlangte Yair nach Wasser und ich reichte ihm den Becher, den er im Kindergarten immer benutzt. Erst sah er mich an, dann den Becher. Dann sagte er: "Ima, ze shaiach lagan." (Mama, der gehört zum Kindergarten.) "Das stimmt, aber heute dürfen wir ihn mitnehmen." "Lo, ima! Ze shaiach lagan!" (Nein, Mama! Der gehört zum Kindergarten!) Also sind wir zusammen zurück gegangen, um Rachel den Becher zu bringen. Sichtlich gerührt, nahm sie ihn entgegen und versprach Yair, ihn an seinen Platz zu stellen. "Du bist so ein guter Junge!" meinte sie. "Dieser Becher ist meine Erinnerung an dich."
Dann musste Yair noch schnell Choshen, den Hund, streicheln, der immer auf der Wiese döst, wenn ich ihn abhole, den er sonst aber kaum mehr eines Blickes würdigt. Wie kann ein so kleiner Junge so grosse Veränderungen begreifen?
Wunderbare Geschenke hat er mit nach Hause gebracht. Ein T-Shirt mit Bildern aller Kinder in seiner Gruppe, ein grosses Plakat mit allen Handabdrücken und eine Kart mit guten Wünschen. Es ist schön, so geliebt zu werden. Möge unser kleiner Mann immer so viel Liebe um sich haben.
Sonntag, 15. Juli 2007
Vorfreude?
Die letzten zwei Wochen sind angebrochen, doch die Aufregung hält sich in Grenzen, da der Göttergatte mir regelmässig sein Leid klagt. Denn wie immer, wenn man dabei ist, sich rar zu machen, wollen alle Bekannten und Freunde ihn noch mal treffen und versichern ihm, wie sehr sie ihn vermissen werden und dass sie ihn ja ach so schätzen und wie sie bloss ohne ihn auskommen sollen. Das geht runter wie Butter. Da fragt er sich natürlich, warum er nicht lieber hier bleibt, alle lieben ihn, er steht hoch im Kurs, es fehlt an nichts, das Land hat so viel zu bieten. Der Arme, da muss er wohl jetzt durch. Doch warum muss ich bloss immer diejenige sein, die den Schritt über den Teich bestärken muss? Die sich alle möglichen guten Gründe aus den Fingern saugt, warum wir das jetzt durchziehen und es kein Zurück gibt. Meine Idee war es schliesslich nicht. Wer weiss, vielleicht gesellt sich ja doch irgendwann ein kleines bisschen Vorfreude seinerseits hinzu. Bei mir ist der Funke ja da, aber die Zündschnur wird ständig abgeschnitten.
Mittwoch, 4. Juli 2007
Nach Hause
Yair und Yahav sind ein Herz und eine Seele. Deshalb haben sie sich nach dem Kindergarten verabredet. Als wir in die Strasse zum Spielplatz einbiegen, nicht unweit unserer alten Wohnung, ereignet sich folgendes Gespräch:
"Holchim habeita, ima?" (Fahren wir nach Hause, Mama?)
"Nein, mein Spatz. Du weisst doch, dass R. jetzt dort wohnt. Er passt auf unsere Wohnung auf. Wir wohnen zur Zeit bei Saba und Safta. Das macht doch viel mehr Spass, oder?"
Yair überlegt, legt seinen Kopf zur Seite, macht einen Schmollmund und entgegnet leise: "Loooo..." (Nein...)
Da schmerzt das Mutterherz.
Wenig später auf dem Spielplatz ist plötzlich weit und breit kein Blitz auf rotem Laufrad mehr zu sehen. Ich suche mit den Augen alles ab, aber der kleine Mann bleibt verschwunden. Da schwant mir was... Ich laufe einige Meter, um den Fussweg, der zur alten Wohnung führt, einsehen zu können -- und da sehe ich ihn, auf dem Weg nach Hause, kurz davor, mit seinem Rad die Strasse zu überqueren.
Also gut, denke ich. Was soll's. Gehen wir hin.
Angekommen, legt er sein Laufrad an die Seite und will die Treppe hinauf steigen. Ich halte ihn zurück.
"Spatzi, wir können da nicht hochgehen. Mama hat gar keinen Schlüssel."
"I-efshar lirot et R.?" (Können wir R. nicht sehen?)
"Nein, das geht nicht. Es ist ja nieman zu Hause. Siehst du, hier steht gar kein Auto."
Schmollend stellt er sich vor das Auto der Nachbarin, nicht bereit, sich auch nur einen Zentimeter in Richtung Spielplatz zurückzubewegen.
Vielleicht ist es doch besser, Abstand zu halten und woanders zu spielen. Wie soll so ein kleiner Kopf auch begreifen, warum wir plötzlich nicht mehr nach Hause gehen können.
"Holchim habeita, ima?" (Fahren wir nach Hause, Mama?)
"Nein, mein Spatz. Du weisst doch, dass R. jetzt dort wohnt. Er passt auf unsere Wohnung auf. Wir wohnen zur Zeit bei Saba und Safta. Das macht doch viel mehr Spass, oder?"
Yair überlegt, legt seinen Kopf zur Seite, macht einen Schmollmund und entgegnet leise: "Loooo..." (Nein...)
Da schmerzt das Mutterherz.
Wenig später auf dem Spielplatz ist plötzlich weit und breit kein Blitz auf rotem Laufrad mehr zu sehen. Ich suche mit den Augen alles ab, aber der kleine Mann bleibt verschwunden. Da schwant mir was... Ich laufe einige Meter, um den Fussweg, der zur alten Wohnung führt, einsehen zu können -- und da sehe ich ihn, auf dem Weg nach Hause, kurz davor, mit seinem Rad die Strasse zu überqueren.
Also gut, denke ich. Was soll's. Gehen wir hin.
Angekommen, legt er sein Laufrad an die Seite und will die Treppe hinauf steigen. Ich halte ihn zurück.
"Spatzi, wir können da nicht hochgehen. Mama hat gar keinen Schlüssel."
"I-efshar lirot et R.?" (Können wir R. nicht sehen?)
"Nein, das geht nicht. Es ist ja nieman zu Hause. Siehst du, hier steht gar kein Auto."
Schmollend stellt er sich vor das Auto der Nachbarin, nicht bereit, sich auch nur einen Zentimeter in Richtung Spielplatz zurückzubewegen.
Vielleicht ist es doch besser, Abstand zu halten und woanders zu spielen. Wie soll so ein kleiner Kopf auch begreifen, warum wir plötzlich nicht mehr nach Hause gehen können.
Montag, 2. Juli 2007
Gute Fahrt
Heute verlässt das Schiff mit unserem Container den sicheren Hafen in Ashdod und geht auf die Reise über den weiten Ozean, in das ferne Land, an die westliche Küste, in die fremde Stadt. Und dort wird es hoffentlich ankommen, bevor der kleine Mann und ich am 16. August landen. Damit alles ein bisschen an zu Hause erinnert, wenn wir unsere neuen vier Wände beziehen. Mit ein bisschen Glück stimmt der Zeitplan. Sechs bis acht Wochen soll es brauchen. Vielleicht pusten wir alle ein bisschen, damit es guten Rückenwind hat.
Mittwoch, 27. Juni 2007
Erste Tränen
Jetzt haben wir es fast geschafft. Gestern wurde fleissig weiter geräumt, gestrichen und gefegt. Heute (ja, erst heute!) holen die Jungs die restlichen Sachen ab und die Putzfrau macht ordentlich sauber.
Kaum zu glauben, aber der Abschied von ihr fällt mir am schwersten. Wohl deshalb, weil wir kaum eine Möglichkeit haben, in Kontakt zu bleiben. Wir haben keine gemeinsame Schriftsprache. Inna kommt aus Moldavien, spricht Romänisch, Russisch, ein recht gutes Hebräisch und einige Brocken Englisch, aber für den Schriftverkehr reicht es eben nicht. Abgesehen davon, dass sie keinen Computer hat, ganz zu schweigen von Internet. Das einzige, was mir im Moment über diesen Trennungsschmerz hinweg hilft, ist das Wissen, dass Hierbleiben nichts ändern würde, denn sie geht im September zurück nach Moldavien. Schweren Herzens, denn Geldverdienen ist dort schwer, aber die Trennung von ihrer Familie wiegt einige Zentner mehr.
Ihren Mann hat sie seit 2004 nicht gesehen, ihren Sohn, inzwischen 18, noch länger. Er hat seit er fünf ist bei einer Kinderfrau gelebt, damit seine Eltern von fern ihre Familie unterstützen konnten. Kommt einem bei solchen Verhältnissen das Lachen nicht abhanden? Aber Inna lacht gerne, erzählt, teilt. Sie wird mir sehr fehlen. Gestern, als ich ihr den Schlüssel zurück brachte, den ich mir neulich borgen musste, habe ich meine Tränen nur im Zaum halten können, weil wir uns gesagt haben, dass ein ordentlicher Abschied noch folgt. Mit Yair. Der liebt sie nämlich auch heiss und innig. Ohne Küsschen gehen wir nicht.
Kaum zu glauben, aber der Abschied von ihr fällt mir am schwersten. Wohl deshalb, weil wir kaum eine Möglichkeit haben, in Kontakt zu bleiben. Wir haben keine gemeinsame Schriftsprache. Inna kommt aus Moldavien, spricht Romänisch, Russisch, ein recht gutes Hebräisch und einige Brocken Englisch, aber für den Schriftverkehr reicht es eben nicht. Abgesehen davon, dass sie keinen Computer hat, ganz zu schweigen von Internet. Das einzige, was mir im Moment über diesen Trennungsschmerz hinweg hilft, ist das Wissen, dass Hierbleiben nichts ändern würde, denn sie geht im September zurück nach Moldavien. Schweren Herzens, denn Geldverdienen ist dort schwer, aber die Trennung von ihrer Familie wiegt einige Zentner mehr.
Ihren Mann hat sie seit 2004 nicht gesehen, ihren Sohn, inzwischen 18, noch länger. Er hat seit er fünf ist bei einer Kinderfrau gelebt, damit seine Eltern von fern ihre Familie unterstützen konnten. Kommt einem bei solchen Verhältnissen das Lachen nicht abhanden? Aber Inna lacht gerne, erzählt, teilt. Sie wird mir sehr fehlen. Gestern, als ich ihr den Schlüssel zurück brachte, den ich mir neulich borgen musste, habe ich meine Tränen nur im Zaum halten können, weil wir uns gesagt haben, dass ein ordentlicher Abschied noch folgt. Mit Yair. Der liebt sie nämlich auch heiss und innig. Ohne Küsschen gehen wir nicht.
Montag, 25. Juni 2007
Umzugssplitter
Das war definitiv eine Erfahrung. Aber nicht unbedingt eine, die ich noch mal machen muss.
Die Verantwortlichen hatten sich ein wenig verschätzt, in jeder Hinsicht. "Fünf, vielleicht sechs Stunden -- bis um 15 Uhr müsste alles gepackt und verstaut sein." Um 22:45 wurde die Aktion abgebrochen, weil kein Packmaterial mehr da war. Dabei war vorab zwei Mal jemand da, um die Kubikmeterzahl abzuschätzen. Fortsetzung folgt (heute).
Als ich in regelmässigen Abständen im dörflichen Tante-Emma-Laden aufkreutze, um erst Frühstücksutensilien, dann fünf dick belegte Baguettes und schliesslich drei Schachteln Zigaretten unterschiedlicher Marken zu kaufen, fragte mich der Inhaber irgendwann, ob wir umziehen. Ach?
Dann mussten wir noch Kisten, Kästen, Kühlschrank und Trockner zu Shais Eltern bringen. Das haben netterweise die Jungs von der Umzugsfirma gegen ein paar Shekel extra erledigt. Was die Nachbarn dachten, als um 23:15 dieses Ungetüm von Lastwagen vorfuhr, möchte ich gar nicht wissen. Um 0:30 konnten die Jungs dann endlich zurück nach Adshod fahren, um den Lkw wegzubringen, nach Hause zu fahren und vielleicht noch ein paar Stunden Schlaf zu erhaschen.
Wir (das heisst Yair und ich) haben in dieser ersten Nacht ausser Haus im Zimmer meiner Schwägerin geschlafen (Shai dagegen auf dem Sofa). Warum? Weil die Matratze des Futons, dass im Keller steht, seit über einer Woche im Garten lüftet und keiner (wir wurden nicht gefragt) meiner Schwiegermutter helfen konnte, sie wieder ins Haus zu schleppen (mein Schwiegervater hatte vor Jahren mal Rückenprobleme und ruht sich noch immer darauf aus). So wird sie jede Nacht schön feucht und trocknet dann tagsüber wieder unter der heissen israelischen Sonne.
Auch nett: Gestern abend erzählte meine Schwiegermutter mir von dieser Riesenkakerlake, die sie in der Badewanne vernichten mussten, damit der kleine Mann sich bettgehfertig machen konnte (geschlafen hat er dann trotzdem nicht, bis wir kamen). "Keine Sorge", sagte sie noch zu mir, "wir haben sie ausser Gefecht gesetzt." Ja. Das habe ich heute Morgen gesehen. Ich musste das tote Exemplar nämlich aus dem Abfluss ziehen, wo es sich regelrecht verkantet hatte. Das war ein netter Einstieg in den Tag, nach fünf Stunden Schlaf.
Ausruhen müssen wir jedenfalls noch aufschieben. Bis zum Wochenende bleibt es anstrengend. Wir müssen den restlichen Kleinkram ausräumen, putzen, streichen, reparieren. Nachdem die Umzugsfirma die übrigen Sachen eingepackt und abgeholt hat.
Die Verantwortlichen hatten sich ein wenig verschätzt, in jeder Hinsicht. "Fünf, vielleicht sechs Stunden -- bis um 15 Uhr müsste alles gepackt und verstaut sein." Um 22:45 wurde die Aktion abgebrochen, weil kein Packmaterial mehr da war. Dabei war vorab zwei Mal jemand da, um die Kubikmeterzahl abzuschätzen. Fortsetzung folgt (heute).
Als ich in regelmässigen Abständen im dörflichen Tante-Emma-Laden aufkreutze, um erst Frühstücksutensilien, dann fünf dick belegte Baguettes und schliesslich drei Schachteln Zigaretten unterschiedlicher Marken zu kaufen, fragte mich der Inhaber irgendwann, ob wir umziehen. Ach?
Dann mussten wir noch Kisten, Kästen, Kühlschrank und Trockner zu Shais Eltern bringen. Das haben netterweise die Jungs von der Umzugsfirma gegen ein paar Shekel extra erledigt. Was die Nachbarn dachten, als um 23:15 dieses Ungetüm von Lastwagen vorfuhr, möchte ich gar nicht wissen. Um 0:30 konnten die Jungs dann endlich zurück nach Adshod fahren, um den Lkw wegzubringen, nach Hause zu fahren und vielleicht noch ein paar Stunden Schlaf zu erhaschen.
Wir (das heisst Yair und ich) haben in dieser ersten Nacht ausser Haus im Zimmer meiner Schwägerin geschlafen (Shai dagegen auf dem Sofa). Warum? Weil die Matratze des Futons, dass im Keller steht, seit über einer Woche im Garten lüftet und keiner (wir wurden nicht gefragt) meiner Schwiegermutter helfen konnte, sie wieder ins Haus zu schleppen (mein Schwiegervater hatte vor Jahren mal Rückenprobleme und ruht sich noch immer darauf aus). So wird sie jede Nacht schön feucht und trocknet dann tagsüber wieder unter der heissen israelischen Sonne.
Auch nett: Gestern abend erzählte meine Schwiegermutter mir von dieser Riesenkakerlake, die sie in der Badewanne vernichten mussten, damit der kleine Mann sich bettgehfertig machen konnte (geschlafen hat er dann trotzdem nicht, bis wir kamen). "Keine Sorge", sagte sie noch zu mir, "wir haben sie ausser Gefecht gesetzt." Ja. Das habe ich heute Morgen gesehen. Ich musste das tote Exemplar nämlich aus dem Abfluss ziehen, wo es sich regelrecht verkantet hatte. Das war ein netter Einstieg in den Tag, nach fünf Stunden Schlaf.
Ausruhen müssen wir jedenfalls noch aufschieben. Bis zum Wochenende bleibt es anstrengend. Wir müssen den restlichen Kleinkram ausräumen, putzen, streichen, reparieren. Nachdem die Umzugsfirma die übrigen Sachen eingepackt und abgeholt hat.
Sonntag, 24. Juni 2007
Alles gepackt
Jetzt können sie kommen, die Möbelpacker. Noch 8 Stunden, dann stehen sie vor der Tür. Ich habe noch nicht mal versucht, ins Bett zu gehen. Mir ist schleierhaft, wie ich noch schlafen soll heute Nacht. Deshalb habe ich mir sogar noch "Line of Fire" angesehen, mit einer Tasse schwarzen Kaffees in der Hand, weil keine Milch mehr da ist. Im Kühlschrank herrscht gähnende Leere. Die Spülmaschine hat ein letztes Mal gespült, jetzt gibt es nur noch Einweggeschirr. Die letzte Wäsche ist im Trockner; gleich wird noch schnell gefaltet. Und das wars dann. Ab Morgen schweben wir für sechs Wochen irgendwo zwischen den Welten. Nicht mehr ganz hier, noch nicht dort. Jetzt hole ich noch einmal tief Luft und gehe Zähne putzen. Irgendwann muss ich ja doch unter die Decke huschen... Gehen letzte Träume in einer Wohnung auch in Erfüllung?
Montag, 18. Juni 2007
Endspurt
Irgendwie nimmt das Packen kein Ende, obwohl wir doch eigentlich nur ein bisschen aussortieren müssen. Den Rest machen ja die Möbelpacker. Gestern waren wir bis fast 1:30 im Einsatz, nur um festzustellen, dass für den Rest der Woche noch genug zu tun ist. Nach nur fünf Stunden Schlaf, noch dazu unterbrochen vom kleinen Mann, sollte ich heute eigentlich völlig gerädert sein, aber scheinbar wirkt das Adrenalin.
Und so sieht es zur Zeit bei uns aus: Chaos überall.


In manchen Momenten beobachte ich uns plötzlich ungewollt wie aus einer anderen Dimension und wundere mich, was wir eigentlich machen. Dann kommt mir alles so unwirklich und verrückt vor. Genauso geht es mir allerdings hin und wieder, wenn ich begreife, dass ich in Irael lebe. Wie bin ich hierher gekommen? Was tue ich hier? Warum haben sich die Dinge so gefügt? frage ich mich dann. Es ist, als ob ich plötzlich über den Dingen schwebe, losgelöst, ungebunden, und mein Leben wie einen Film betrachte. Vielleicht ist das die Seele, die hin und wieder Abstand braucht.
Neben all dem Stress habe ich mich morgen Abend auch noch zu einem Info-Abend zur Deutsch-Israelischen Doppelstaatsbürgerschaft im Goethe Institut Tel Aviv angemeldet. Aber da muss ich hin. Wer weiss, vielleicht erfahre ich ja noch etwas neues.
Und so sieht es zur Zeit bei uns aus: Chaos überall.
In manchen Momenten beobachte ich uns plötzlich ungewollt wie aus einer anderen Dimension und wundere mich, was wir eigentlich machen. Dann kommt mir alles so unwirklich und verrückt vor. Genauso geht es mir allerdings hin und wieder, wenn ich begreife, dass ich in Irael lebe. Wie bin ich hierher gekommen? Was tue ich hier? Warum haben sich die Dinge so gefügt? frage ich mich dann. Es ist, als ob ich plötzlich über den Dingen schwebe, losgelöst, ungebunden, und mein Leben wie einen Film betrachte. Vielleicht ist das die Seele, die hin und wieder Abstand braucht.
Neben all dem Stress habe ich mich morgen Abend auch noch zu einem Info-Abend zur Deutsch-Israelischen Doppelstaatsbürgerschaft im Goethe Institut Tel Aviv angemeldet. Aber da muss ich hin. Wer weiss, vielleicht erfahre ich ja noch etwas neues.
Der erste Abschied rückt näher
Morgen beginnt die letzte Woche in unserer Wohnung. Der letzte Dienstag, der letzte Mittwoch, der letzte Donnerstag, der letzte Freitag, der letzte Samstag, der letzte Sonntag, der letzte Montag -- die Möbelpacker kommen und alles geht ab aufs Schiff.
Wir verkaufen ja nicht, die Wohnung bleibt uns, und trotzdem fühle ich mich, als ob wir für immer Abschied nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in drei, vier, fünf Jahren in die gleichen vier Wände zurückkehren, die uns doch jetzt schon eng werden, ist klein.
Ich kann mich noch genau an die Zeit erinnern, als wir uns Knall auf Fall zum Kauf entschieden haben. Damals, im Januar 2002, sind wir einfach nur so durch die Dörfer gefahren, ohne Zweck und Ziel, als wir plötzlich in dieser neuen Siedlung standen und von der Atmosphäre ganz angetan waren.
Eine spontane Besichtigung der Musterwohnungen -- schon waren wir ernsthaft am Überlegen. Sollen wir? Können wir uns das leisten? Wollen wir diese Verpflichtung eingehen? Mehrmals am Tag habe ich mir hier alle Details angeschaut, den Link an Familie und Freunde geschickt. Innerhalb weniger Tage haben wir Finanzierungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen, unsere Beziehung geprüft und uns zum Kauf entschieden. Danach war ich wochenlang high ob der Aussicht, in dieser lichtdurchfluteten Wohnung zu leben. Ende Juni 2002 konnten wir einziehen. Und wir haben es keine Sekunde lang bereut.
Viel hat sich verändert seit damals, entwickelt. Jetzt geht die Zeit dort schon zu Ende. Wer weiss, wo wir landen, wenn wir den USA wieder den Rücken kehren.
Dies hier ist zwar nicht unser Haus, aber genauso schaut es aus:
Wir verkaufen ja nicht, die Wohnung bleibt uns, und trotzdem fühle ich mich, als ob wir für immer Abschied nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in drei, vier, fünf Jahren in die gleichen vier Wände zurückkehren, die uns doch jetzt schon eng werden, ist klein.
Ich kann mich noch genau an die Zeit erinnern, als wir uns Knall auf Fall zum Kauf entschieden haben. Damals, im Januar 2002, sind wir einfach nur so durch die Dörfer gefahren, ohne Zweck und Ziel, als wir plötzlich in dieser neuen Siedlung standen und von der Atmosphäre ganz angetan waren.
Eine spontane Besichtigung der Musterwohnungen -- schon waren wir ernsthaft am Überlegen. Sollen wir? Können wir uns das leisten? Wollen wir diese Verpflichtung eingehen? Mehrmals am Tag habe ich mir hier alle Details angeschaut, den Link an Familie und Freunde geschickt. Innerhalb weniger Tage haben wir Finanzierungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen, unsere Beziehung geprüft und uns zum Kauf entschieden. Danach war ich wochenlang high ob der Aussicht, in dieser lichtdurchfluteten Wohnung zu leben. Ende Juni 2002 konnten wir einziehen. Und wir haben es keine Sekunde lang bereut.
Viel hat sich verändert seit damals, entwickelt. Jetzt geht die Zeit dort schon zu Ende. Wer weiss, wo wir landen, wenn wir den USA wieder den Rücken kehren.
Dies hier ist zwar nicht unser Haus, aber genauso schaut es aus:
Dienstag, 12. Juni 2007
Das schlechte Gewissen
plagt mich. Da bin ich vor einer Stunde zur Arbeit erschienen, als alle anderen schon im Begriff waren zu gehen, weil doch der kleine Mann heute mit Fieber zu Hause geblieben ist und ich mit ihm. Um guten Willen zu zeigen und zu beweisen, dass ich trotz Standortwechsel meine Arbeit noch ernst nehme (wirklich!), habe ich mich auf ins Büro gemacht, sobald meine Schwiegermutter bei uns eingetrudelt ist. Und nun sitze ich hier und lese mich durch einen Blog nach dem anderen... Woher soll man auch die Motivation zum Arbeiten nehmen, wenn überall schon das Licht aus ist? Aber gleich, gleich werde ich noch ein bisschen was tun. Nur noch schnell erzählen, dass seit gestern die Daten feststehen:
Sonntag, 29. Juli: Tel Aviv -- Köln-Bonn
Donnerstag, 16. August: Düsseldorf -- Las Vegas -- San Francisco
Hach, ist das aufregend. Dass wir uns gezofft haben, weil es irgendwo auf dem weiten Reisemarkt noch günstigere Tickets gab als die, die ich ausgegraben habe, ist doch da eigentlich nebensächlich.
Sonntag, 29. Juli: Tel Aviv -- Köln-Bonn
Donnerstag, 16. August: Düsseldorf -- Las Vegas -- San Francisco
Hach, ist das aufregend. Dass wir uns gezofft haben, weil es irgendwo auf dem weiten Reisemarkt noch günstigere Tickets gab als die, die ich ausgegraben habe, ist doch da eigentlich nebensächlich.
Freitag, 8. Juni 2007
Kinderkummer
Vor ein paar Wochen ist der kleine Mann plötzlich angefangen zu stottern, sehr auffällig. Wir haben sogar den Kinderarzt angerufen um zu fragen, was zu tun sei: Abwarten, war die Antwort. Und: ob wir in letzter Zeit viel streiten würden?
Irgendwann verlor sich die Stotterei wieder, aber gestern hat sich ein neues Phänomen eingestellt. Yair stottert nicht im klassischen Sinne, aber hin und wieder will ein Wort einfach nicht raus. Es geht einfach nicht. So schlimm, dass er plötzlich ganz traurig ruft: "Ani lo yiachol ledaber!" (Ich kann nicht sprechen!) Heute Morgen ist er darüber fast an zu weinen gefangen. Es tat mir richtig weh, ihn so zu sehen.
Ausserdem war er ganz verstört zu sehen, dass ich alle Magneten, Postkarten und Notizen vom Kühlschrank entfernt habe. Darüber hat er sich so furchtbar aufgeregt, dass ich ihm versprochen habe, sie gleich wieder anzubringen. Vorübergehend zumindest.
Uns steht wohl noch einiges bevor. Dieser Standortwechsel wird nicht einfach... Aber das war ja auch nicht zu erwarten.
Irgendwann verlor sich die Stotterei wieder, aber gestern hat sich ein neues Phänomen eingestellt. Yair stottert nicht im klassischen Sinne, aber hin und wieder will ein Wort einfach nicht raus. Es geht einfach nicht. So schlimm, dass er plötzlich ganz traurig ruft: "Ani lo yiachol ledaber!" (Ich kann nicht sprechen!) Heute Morgen ist er darüber fast an zu weinen gefangen. Es tat mir richtig weh, ihn so zu sehen.
Ausserdem war er ganz verstört zu sehen, dass ich alle Magneten, Postkarten und Notizen vom Kühlschrank entfernt habe. Darüber hat er sich so furchtbar aufgeregt, dass ich ihm versprochen habe, sie gleich wieder anzubringen. Vorübergehend zumindest.
Uns steht wohl noch einiges bevor. Dieser Standortwechsel wird nicht einfach... Aber das war ja auch nicht zu erwarten.
War ja klar...
dass der Bote mit unseren Pässen gerade dann kommt, wenn ich einshamponiert unter der Dusche stehe. Der schnell herbei geholte Bademantel half da nicht viel -- der Bote fühlte sich sichtlich unwohl und entschuldigte sich. Erst im nachhinein fiel mir ein, dass ich hätte fragen sollen, warum er nicht eine Stunde vorher angerufen hat -- wie vereinbart. Dann wäre diese Situation nämlich nicht entstanden.
Jetzt halten wir jedenfalls die Visa in Händen: in jeden Pass fein säuberlich eingeklebt. Mein Foto sollte man allerdings geflissentlich übersehen. Da sehe ich aus wie ein Sträfling nach jahrelanger Inhaftierung. Nicht annähernd so wie die arme, kranke Paris Hilton auf dem Weg in ihren Hausarrest (wäre doch auch erstaunlich gewesen, wenn sie die 45 Tage wirklich im Gefängnis hätte verharren müssen -- wozu ist Promi-Status denn sonst gut?).
Jetzt halten wir jedenfalls die Visa in Händen: in jeden Pass fein säuberlich eingeklebt. Mein Foto sollte man allerdings geflissentlich übersehen. Da sehe ich aus wie ein Sträfling nach jahrelanger Inhaftierung. Nicht annähernd so wie die arme, kranke Paris Hilton auf dem Weg in ihren Hausarrest (wäre doch auch erstaunlich gewesen, wenn sie die 45 Tage wirklich im Gefängnis hätte verharren müssen -- wozu ist Promi-Status denn sonst gut?).
Dienstag, 5. Juni 2007
Nach drei Stunden
Schlange stehen sind wir nun stolze J-1/J-2-Visa-Inhaber!!! Was wir nicht wussten: dass der Termin um 9:30 nicht für das Interview war, sondern für den Sicherheitscheck. Danach fing dann erst die Warterei an...
Irgendwann standen wir endlich am ersten Schalter. Der Beamte sah unsere Unterlagen durch. "Wo ist denn der Zahlungsbeleg für Yair?" Was??? Reicht nicht einer für die ganze Familie??? Also wieder raus, Bargeld holen, zur Post rennen, überweisen, zurück hetzen, wieder durch die Sicherheitskontrolle, an der Schlange vorbei und direkt zum Schalter. Danach ging alles glatt. Unterlagen komplett, Fingerabdrücke abliefern, noch mal kurz warten vorm Interview-Schalter, drei Minuten kurze Fragerei -- "Visa approved!" All die Belege, Nachweise, Bescheinigungen hätten wir gar nicht gebraucht. Die wollte niemand sehen.
Dann kann es jetzt ja wohl wirklich los gehen.
Irgendwann standen wir endlich am ersten Schalter. Der Beamte sah unsere Unterlagen durch. "Wo ist denn der Zahlungsbeleg für Yair?" Was??? Reicht nicht einer für die ganze Familie??? Also wieder raus, Bargeld holen, zur Post rennen, überweisen, zurück hetzen, wieder durch die Sicherheitskontrolle, an der Schlange vorbei und direkt zum Schalter. Danach ging alles glatt. Unterlagen komplett, Fingerabdrücke abliefern, noch mal kurz warten vorm Interview-Schalter, drei Minuten kurze Fragerei -- "Visa approved!" All die Belege, Nachweise, Bescheinigungen hätten wir gar nicht gebraucht. Die wollte niemand sehen.
Dann kann es jetzt ja wohl wirklich los gehen.
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