hat sich Yonatan. Das war ja auch eigentlich nur eine Frage der Zeit. Heute ist er mit Shai zu Hause, damit ich mich mal wieder im Büro blicken lassen kann. Bisher hustet er aber nur, bei mässigem Fieber abends. Laut Ärztin sind Ohren und Lungen in Ordnung.
Yair ist heute wieder im Kindergarten. Und glücklich.
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Freitag, 5. Februar 2010
Mittwoch, 3. Februar 2010
Update
Mittelohrentzündung und beginnende Lungenentzündung (wobei ich mir nicht sicher bin, denn die Ärztin sprach von einer "chest infection", was nicht zwangsläufig Lungenentzündung sein muss). Jedenfalls schluckt Yair jetzt erstmal Antibiotika. Das Fieber ist abends endlich gesunken, nachdem ich Kautabletten als Alternative für den Fiebersaft besorgt hatte (den er auch unter Würgen nicht durch den Hals bekam). Inzwischen geht es ihm fast schon wieder zu gut. Gerade wütet und tobt er, weil ich ihm das Fernsehen ausgestellt habe. Und das, nachdem er gestern nicht mal alleine zur Toilette gehen konnte. Morgen bleibt er auf jeden Fall nochmal zu Hause, vermutlich auch am Freitag.
Dienstag, 2. Februar 2010
Krank, kränker
Inzwischen liegt Yair wieder mit Fieber in der Ecke. 39.5. Heute Nachmittag geht's zum Arzt. Wir sind da ja immer geteilter Meinung: Der Mann will das Kind beim kleinsten Wehwehchen ins Auto packen, und ich warte immer vielleicht ein bisschen zu lange. Den Mittelweg müssen wir wohl noch finden. Update folgt.
Freitag, 11. Dezember 2009
Widerwärtig
Wenn jemand einen ganzen Becher Kakao im Auto verschüttet und jemand anders dann nur halbherzig ruck-zuck ein bisschen sauber macht, dann wundert man sich nach ein paar Tagen über einen leicht üblen Geruch, der jedoch so dezent ist, dass es doch noch der Duftbaum am Rückspiegel sein könnte. Nach einer Woche allerdings ist der Gestank so eklig, dass man die Fussmatte in die Waschmaschine steckt, alles andere wieder und wieder mit Polsterreiniger bearbeitet, die Fenster zur Belüftung aufläst und kurz davor steht, Voodoo anzuwenden. Und die Moral von der Geschicht? Männer! Immer, IMMER alles gründlich wegwischen, solange das Zeug noch frisch ist.
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Arbeitsfrust
Gestern ist meine liebste Kollegin entlassen worden, mit noch einigen anderen im Büro. So nah ist der Kelch noch nie an mir vorüber gegangen. Jetzt ist die Stimmung im Team auf dem Nullpunkt. Seit ich hier Ende Januar 2007 angefangen bin, ist das das dritte Mal, dass es uns technischen Redakteuren an den Kragen geht. Und diesmal hat es echt reingehauen. Ohne L. macht uns das hier so gar keinen richtigen Spass. Sie hat so einen frischen Wind reingebracht mit ihrer grossen Klappe. Morgens haben wir uns zusammen Kaffee geholt und ein bisschen geklönt. Und bei jeder Frage stand sie parat. Noch dazu sind wir praktisch in der gleichen Woche eingestellt worden. Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass:
- Unsere ewige Praktikantin ab Januar nicht mehr hier sein wird
- Unsere stille Teamgöttin im Januar in Mutterschutz geht
Mittwoch, 9. September 2009
Frankensteins Braut
oder: Wie es tatsächlich bei uns zu Hause zu geht. Facebook Leser sind ja schon informiert, aber zum Bloggen braucht man einfach mehr Zeit. Jetzt also der Nachtrag zum (langen) Wochenende.
Freitag: Yair hat zum ersten Mal einen Freund über Nacht zu Besuch. Die beiden sind glücklich und aufgeregt, spielen toll zusammen, essen gut, streiten sich wenig, stellen auch die Wohnung gar nicht mal so sehr auf den Kopf (überhaupt sind wir viel ordentlicher, seit ich im Target neue Kisten besorgt habe!), duschen verhältnismässig zivilisiert, lassen sich Geschichten vorlesen, gehen dann ins Bett, stehen nur ein paar Mal wieder auf und schlafen schliesslich erschöpft gegen 23 Uhr ein.

Samstag: Um kurz vor 6 am nächsten Morgen will Yair in unser Bett wandern, aber ich erkläre ihm, dass man seine Gäste nicht einfach links liegen lassen darf. Dann sind beide wach, laufen schnell zur Toilette und schlafen kurz darauf wieder ein, bis 8:30. Nach einem Frühstück mit Captain Crunch und Apfelsaft sind sie gestärkt für einen Ausflug in den Courtyard. Entsetzen, als Z.s Eltern um 11 Uhr plötzlich vor der Tür stehen. Da hilft es auch nicht, dass sie noch bis um 13 Uhr bei uns sitzen. Beim Abschied fliessen heisse Tränen, die nur mit Aussicht auf die nächste Verabredung einigermassen getrocknet werden können: Grillen bei Z.s Eltern ein paar Stunden später, um den Tag so nett ausklingen zu lassen, wie er angefangen hat. Ach, und zwischendurch haben wir noch schnell die ersten Schuhe für unseren Schnellläufer erstanden.

Sonntag: Wir kümmern uns endlich darum, uns eine Ausrüstung fürs Camping zuzulegen. Campingplätze gibt es hier wie Sand am Meer, und wir sind eine der wenigen Familien, die das Abenteuer bisher noch nicht gewagt hat. Nachmittags rücken wir aus zum Tennisplatz, wo der Göttergatte mir privaten Unterricht erteilt. Und siehe da: es klappt super! Abendessen, Kind 2 gebadet, und dann das Highlight des Tages: Bei meinem ungeschickten Versuch, die Lammellen im Kinderzimmer zu schliessen, knalle ich mit der vollen Wucht meines Körpergewichts kopfüber auf die Kante der Fensterbank. Wimmernd halte ich mir den Kopf, lasst mich in Ruhe, es geht gleich schon wieder. Dann die entsetzte Stimmer meines Mannes: "Spinnst du?! Du blutest total!" Ach, echt? Da fühle ich plötzlich etwas Nasses in meinem Gesicht, hiefe mich hoch und laufe ins Badezimmer. Blutüberströmt würde es gut treffen. Platzwunden am Kopf (genau: über dem Auge) bluten ja ganz ungehemmt. Also schnell eine Freundin angerufen, die auch gleich kommt und die Kinder übernimmt, damit wir in die Notaufnahme fahren können. Nach Tetanusspritze (zur Vorsicht, weil ich nicht mehr weiss, wann ich meine letzte Dosis bekommen habe) und Sekundenkleber (statt Nadel und Faden) sieht alles schon besser aus. Trotzdem ähnel ich im Moment mehr Frankensteins Braut als mir selber. Ein Wunder, dass mich keiner gefragt hat, ob mein Mann vielleicht...? Nicht, dass sie noch Social Services vorbeischicken, um zu überprüfen, wie es hier zu Hause zu geht. Wenn die Blutergüsse abgeheilt sind, kann ich wieder ohne Baseballkappe und Sonnenbrille aus dem Haus...



Montag: Unspektakulär. Nochmal Grillen mit Freunden im Tilden-Park.
Dienstag: Leute erschrecken im Büro. Das war nett. :-)
Freitag: Yair hat zum ersten Mal einen Freund über Nacht zu Besuch. Die beiden sind glücklich und aufgeregt, spielen toll zusammen, essen gut, streiten sich wenig, stellen auch die Wohnung gar nicht mal so sehr auf den Kopf (überhaupt sind wir viel ordentlicher, seit ich im Target neue Kisten besorgt habe!), duschen verhältnismässig zivilisiert, lassen sich Geschichten vorlesen, gehen dann ins Bett, stehen nur ein paar Mal wieder auf und schlafen schliesslich erschöpft gegen 23 Uhr ein.

Samstag: Um kurz vor 6 am nächsten Morgen will Yair in unser Bett wandern, aber ich erkläre ihm, dass man seine Gäste nicht einfach links liegen lassen darf. Dann sind beide wach, laufen schnell zur Toilette und schlafen kurz darauf wieder ein, bis 8:30. Nach einem Frühstück mit Captain Crunch und Apfelsaft sind sie gestärkt für einen Ausflug in den Courtyard. Entsetzen, als Z.s Eltern um 11 Uhr plötzlich vor der Tür stehen. Da hilft es auch nicht, dass sie noch bis um 13 Uhr bei uns sitzen. Beim Abschied fliessen heisse Tränen, die nur mit Aussicht auf die nächste Verabredung einigermassen getrocknet werden können: Grillen bei Z.s Eltern ein paar Stunden später, um den Tag so nett ausklingen zu lassen, wie er angefangen hat. Ach, und zwischendurch haben wir noch schnell die ersten Schuhe für unseren Schnellläufer erstanden.

Sonntag: Wir kümmern uns endlich darum, uns eine Ausrüstung fürs Camping zuzulegen. Campingplätze gibt es hier wie Sand am Meer, und wir sind eine der wenigen Familien, die das Abenteuer bisher noch nicht gewagt hat. Nachmittags rücken wir aus zum Tennisplatz, wo der Göttergatte mir privaten Unterricht erteilt. Und siehe da: es klappt super! Abendessen, Kind 2 gebadet, und dann das Highlight des Tages: Bei meinem ungeschickten Versuch, die Lammellen im Kinderzimmer zu schliessen, knalle ich mit der vollen Wucht meines Körpergewichts kopfüber auf die Kante der Fensterbank. Wimmernd halte ich mir den Kopf, lasst mich in Ruhe, es geht gleich schon wieder. Dann die entsetzte Stimmer meines Mannes: "Spinnst du?! Du blutest total!" Ach, echt? Da fühle ich plötzlich etwas Nasses in meinem Gesicht, hiefe mich hoch und laufe ins Badezimmer. Blutüberströmt würde es gut treffen. Platzwunden am Kopf (genau: über dem Auge) bluten ja ganz ungehemmt. Also schnell eine Freundin angerufen, die auch gleich kommt und die Kinder übernimmt, damit wir in die Notaufnahme fahren können. Nach Tetanusspritze (zur Vorsicht, weil ich nicht mehr weiss, wann ich meine letzte Dosis bekommen habe) und Sekundenkleber (statt Nadel und Faden) sieht alles schon besser aus. Trotzdem ähnel ich im Moment mehr Frankensteins Braut als mir selber. Ein Wunder, dass mich keiner gefragt hat, ob mein Mann vielleicht...? Nicht, dass sie noch Social Services vorbeischicken, um zu überprüfen, wie es hier zu Hause zu geht. Wenn die Blutergüsse abgeheilt sind, kann ich wieder ohne Baseballkappe und Sonnenbrille aus dem Haus...



Montag: Unspektakulär. Nochmal Grillen mit Freunden im Tilden-Park.
Dienstag: Leute erschrecken im Büro. Das war nett. :-)
Montag, 31. August 2009
Preoccupied
Das beschäftigt uns zur Zeit:
- Shai hatte am Freitag einen ambulanten medizinischen Eingriff und erholt sich langsam zu Hause. Dafür musste ich am Wochenende alle Schichten übernehmen. Ganz schön anstrengend.
- Unsere Tagesmutter hat überraschend ihr neues Tageskind "verloren". Nach nur zwei Tagen haben sich dessen Eltern überlegt, dass ihnen jemand, der nach Hause kommt, doch eigentlich lieber ist. Jetzt sitzt sie da und muss schnellstmöglich ein neues Kind finden, damit sie sich und ihre Tochter finanziell über Wasser halten kann. Nicht mein Problem, aber man sorgt sich halt mit. Die Arme.
- Beim gestrigen Kindergarten-Picknick bin ich wieder mal ins Fettnäpfchen getreten. Diesmal habe ich einer Mutter zu ihrer flotten Kurzhaarfrisur gratuliert, nur um wenig später unter vier Augen von ihr zu erfahren, dass der Schnitt Vorbereitung auf den bevorstehenden Haarausfall durch eine Chemotherapie ist. Sie hat Brustkrebs. Da sind mir bald die Augen übergequollen. Aber ich bin beeindruckt, wie sie damit umgeht. Dass ich eine der letzten bin, die davon erfährt, liegt daran, dass ich Yair immer erst abhole, wenn fast keine anderen Kinder mehr da sind...
- Mein Schwager in Israel heiratet (ja, es ist endlich so weit -- er hat auf der Chinareise einen Ring hervorgezaubert), und da noch nicht feststeht, wann genau, wissen wir jetzt natürlich nicht, ob es Sinn macht, im Januar von D aus weiter nach Israel zu fliegen, oder ob wir warten, bist die Feier ansteht. Falls wir warten und nur nach D fliegen, müssen wir dort unsere Pässe mit den neuen Visastempeln versehen lassen, für die Rückreise in die USA. Nett: Nur Berlin, Frankfurt und Müchen haben Konsularabteilungen. Düsseldorf wäre nett gewesen, aber das ist nicht mehr. So müssten wir mindestens dreieinhalb Stunden in jede Richtung fahren, um das zu erledigen. Ufff.
Donnerstag, 20. August 2009
Nachtrag
zum Schwimmkurs. Nur als Gedächtnisstütze, dass es an den ersten beiden Tagen sehr wohl Momente gab, in denen Yair gewillt war, zumindest dabei zu sitzen, als sei er Teil der Gruppe. Etwa 30 Sekunden nach diesen Bildern hat er sich dann entschieden auszusteigen. Da war nichts mehr zu machen. Am Wochenende mit Papa war er dann allerdings wieder wie ein Fisch im Wasser, ist begeistert gesprungen und getaucht, und das ganz ohne Schwimmflügel.




Donnerstag, 13. August 2009
No more
Nachdem unser Starrkopf gestern nicht mal dazu zu bewegen war, die Badehose anzuziehen, haben wir den Schwimmkurs zähneknirschend abgebrochen. (Stattdessen haben wir jetzt Einzeltickets, mit denen wir noch einige Male Planschen gehen können.) Damit ist Schwimmenlernen bis auf weiteres aufgeschoben.
Donnerstag, 28. Mai 2009
Da war ich so stolz
dass Yonatan gelernt hat, alleine einzuschlafen (ganz im Gegensatz zu seinem Bruder, den wir lange Zeit beim Einschlafen begleiten mussten). Doch jetzt, da er sich alleine im Bett hochziehen kann, steht er ständig auf, freut sich wie ein Honigkuchenpferd und ist nicht dazu zu bewegen, sich hinzulegen. Wir gehen ins Zimmer, legen ihn hin und innerhalb von Sekunden steht er schon wieder kerzengerade im Bett, glucksend und zufrieden. Das kann studenlang so gehen. Gestern um 22 Uhr habe ich schliesslich die Notbremse gezogen und ihn nochmal gestillt -- da ist er fast sofort ins Reich der Träume entschwunden. Aber das ist ja keine Methode.
Hat nicht irgendjemand Ratschläge, wie man diese Phase überbrücken kann? Ich hoffe ja stark, dass sich die Begeisterung ob der neuen Fähigkeit schnell legt, aber ich habe meine Zweifel.
Hat nicht irgendjemand Ratschläge, wie man diese Phase überbrücken kann? Ich hoffe ja stark, dass sich die Begeisterung ob der neuen Fähigkeit schnell legt, aber ich habe meine Zweifel.
Dienstag, 28. April 2009
Entlassungen
jetzt also auch in unserer Firma, wieder einmal. 5% unserer Gruppe (etwa 25 bis 30 Leute) müssen gehen -- darunter eine Kollegin aus meinem Team, die aber schon länger Probleme mit unserer Chefin hatte, und wirklich langjährige Mitarbeiter, die über acht Jahre in der Firma beschäftigt waren. Hart, sowas. Das geht an die Substanz.
Montag, 27. April 2009
Berichtenswertes
vom Wochenende:
- Yonatans dritter Zahl ist durch
- Yonatan hat Reis und Hüttenkäse zu seiner Speisekarte hinzugefügt
- Yonatan robbt schneller denn je durch die Gegend, von Zimmer zu Zimmer (jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bis er richtig krabbelt)
- Wir hatten einen wunderbaren Sonntagnachmittag bei Shais Professor in Santa Rosa, der seinen Kurs zum Schlemmen auf sein riesiges Anwesen eingeladen hatte. Nachdem wir das Haus gebührend bewundert hatten, stellte sich heraus, dass das nur das Poolhaus ist – das eigentlich Wohnhaus liegt etwas abseits. Yair hat es sich daraufhin am Pool gemütlich gemacht. Wenn ich so wohnen könnte, würde ich mir nicht mal mehr über die Schweinegrippe Gedanken machen, von der es inzwischen auch erste Fälle hier im Umkreis gibt.
Dienstag, 21. April 2009
Neues Antibiotikum
Jetzt versuchen wir es mit Cefpodoxime und hoffen, dass der Ganz-Körper-Hautausschlag diesmal ausbleibt.
Montag, 20. April 2009
Empfindlich
Seit gestern hat Yonatan wieder Hautausschlag als Reaktion auf die Antibiotika. Co-trimoxazole geht also auch nicht. Amoxicillin hatten wir letztes Mal. Damit sind unsere Optionen langsam etwas eingeschränkt. Dr. R. hat gerade eine Alternative verschrieben, aber wenn die Entzündung wiederkommt, müssen wir vielleicht doch einen HNO hinzuziehen und eventuell Röhrchen in die Ohren einsetzen lassen, damit die Flüssigkeit abfliessen kann. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
Samstag, 18. April 2009
Fiebrig
ist der kleinste Mann im Haushalt noch immer, aber das hindert ihn nicht daran, aktiv zu sein. 39,3 Grad (Celsius) hatte er heute Nachmittag um vier, und geschlafen hat er den ganzen Tag kein bisschen. Aber inzwischen ist alles ruhig, das Fieber ist runter (dank Tylenol), und wir hoffen, dass sich morgen zeigen wird, ob die Antibiotika angeschlagen haben.
Freitag, 17. April 2009
Die Ohren sind's
Eine schlimme Mittelohrentzündung, beidseitig, das ist es, was den kleinsten meiner Männer plagt (hätte ich mir denken sollen, nachdem er am Wochenende entzündete Augen hatte). Wundersam nur, dass er sich gar nicht sonderlich beschwert und ausser Fieber keinerlei Symptome zeigt. Nachdem er auf das Penicillin im Februar mit extremem Hautausschlag reagiert hat, bekommt er jetzt andere Antibiotika. Hoffentlich schlagen die an.
103.8° Fahrenheit
entsprechen 39.8° Celcius. Heute Morgen um 4:45. Das ist hoch. Und deshalb muss der Student, der freitags ruht, heute mit zwei Kindern zum Kinderarzt schleppen (weil Kind Nr. 1 noch Pessach-Ferien hat).
Donnerstag, 16. April 2009
Masslose Verwirrung
Stillen hin oder her, aber der Nestschutz ist endgültig vorbei. Heute morgen ist der kleinste meiner Männer mit Fieber aufgewacht. 101.3° Fahrenheit. Dass alles über 98.6 erhöhte Temperatur ist, wusste ich. So wie ich weiss, dass ich mich draussen in den 70ern gut fühle und bei über 90 schwitze. Aber wieviel Fieber ist jetzt 101.3? Wieso muss man hier bloss immer alles umrechnen? Pound, quart, gallon, feet, inch, da schwirrt einem der Kopf. Inzwischen kann ich mir merken, dass ich 5 feet 9 inches gross bin, aber bis vor kurzem musste ich dafür immer meinen Führerschein aus der Tasche kramen. Oder dass ich mit Klamotten beim Arzt etwa 126 lbs wiege. Und ab heute werde ich mir auch merken, dass 101.3 ° Fahrenheit genau 38.5° Celcius entsprechen. Das ist Fieber. Da hat die Tagesmutter frei (oder zumindest ein Kind weniger) und der grösste meiner Männer eine Aufgabe mehr. Dafür sitze ich (Raben?)Mutter im Büro, mit meiner Medela Freestyle. Denn auch wenn kein Netzschutz mehr besteht: Breastmilk is best. Oder, Frau Warner? Mir jedenfalls macht das Abpumpen nichts aus, auch wenn ich den Eintrag sehr nett fand.
Mittwoch, 15. April 2009
Beunruhigend
Yair kann das liebste aller Kinder sein und der beste Bruder. Und dann wieder gibt es Dinge, die finde ich schlichtweg beunruhigend. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf, und ich weiss nicht: Sind es die männlichen Gene, oder muss ich mir ernsthaft Sorgen machen?
Dass er ständig und überall Schiessgeräusche macht, daran habe ich mich ja schon gewöhnt. Aber gestern zum Beispiel, als ich ihn aus dem Kindergarten abholte, hatte er sich zwei Papierrollen längs auf die Arme geklebt. „Wow, was ist das denn?“ fragte ich. „Das sieht ja cool aus!“ „Guns!“ rief er und tat so, als schiesse er auf mich. Strahlend sah er die Kindergärtnerin an: „I shot my Mom!“ „Hey“, meinte sie, „ich wusste ja nicht, dass das Waffen sind. Dann müssen wir die abnehmen. Waffen sind hier nicht erlaubt.“ Nur eins von vielen Beispielen. „I kill ya!“ und „I cut your neck!” sind zwei seiner liebsten Drohungen. Ich habe keine Ahnung, wie er an sowas rankommt. Zu Hause ist er solchen Dingen nicht ausgesetzt. Je mehr wir uns aufregen und ihn einzuschränken versuchen, desto toller findet er’s natürlich.
Sind das einfach kleine Jungs, oder wo kommt das her???
Dass er ständig und überall Schiessgeräusche macht, daran habe ich mich ja schon gewöhnt. Aber gestern zum Beispiel, als ich ihn aus dem Kindergarten abholte, hatte er sich zwei Papierrollen längs auf die Arme geklebt. „Wow, was ist das denn?“ fragte ich. „Das sieht ja cool aus!“ „Guns!“ rief er und tat so, als schiesse er auf mich. Strahlend sah er die Kindergärtnerin an: „I shot my Mom!“ „Hey“, meinte sie, „ich wusste ja nicht, dass das Waffen sind. Dann müssen wir die abnehmen. Waffen sind hier nicht erlaubt.“ Nur eins von vielen Beispielen. „I kill ya!“ und „I cut your neck!” sind zwei seiner liebsten Drohungen. Ich habe keine Ahnung, wie er an sowas rankommt. Zu Hause ist er solchen Dingen nicht ausgesetzt. Je mehr wir uns aufregen und ihn einzuschränken versuchen, desto toller findet er’s natürlich.
Sind das einfach kleine Jungs, oder wo kommt das her???
Dienstag, 7. April 2009
Steuererklärungen
in den USA sind noch ein grösserer Graus als in Deutschland. Während ich mich in Israel darüber freuen konnte, dass Steuererklärungen der Vergangenheit angehören, sind mir gerade über Nacht graue Haare gewachsen. Nicht etwa, weil ich mich mit den Formularen rumgeschlagen hätte (das habe ich wohlweislich meinem Göttergatten überlassen), sondern weil sich herausstellte, dass ich einiges nachzahlen muss. Und warum? Weil die Freibeträge, die ich bei Jobbeginn angegeben habe, viel zu hoch waren. Und warum hat mich da damals niemand drauf aufmerksam gemacht??? Weil hier niemand Verantwortung für irgendetwas übernehmen will und weggucken besser ist, als den Mund aufzumachen.
Ich erinnere mich genau an das Formular und meine anfängliche Verwirrung. Aus der Personalabteilung bekam ich aber nur ein „Wir dürfen in Steuerfragen nicht beraten. Das müssen sie mit ihrem Steuerberater abklären.“ zu hören. Alles klar. Wer, bitte schön, nimmt sich denn einen Steuerberater, wenn er noch gar kein Einkommen hat? Also habe ich mich selber durchgewurschtelt und alles nach bestem Wissen und Gewissen angekreuzt und ausgefüllt. Aber das war wohl nicht gut genug. Oder besser: zu viel des Guten. Und so werde ich am Wochenende dann doch zum Steuerberater stiefeln. Mal sehen, ob und wie sich der Schaden noch eingrenzen lässt...
Ich erinnere mich genau an das Formular und meine anfängliche Verwirrung. Aus der Personalabteilung bekam ich aber nur ein „Wir dürfen in Steuerfragen nicht beraten. Das müssen sie mit ihrem Steuerberater abklären.“ zu hören. Alles klar. Wer, bitte schön, nimmt sich denn einen Steuerberater, wenn er noch gar kein Einkommen hat? Also habe ich mich selber durchgewurschtelt und alles nach bestem Wissen und Gewissen angekreuzt und ausgefüllt. Aber das war wohl nicht gut genug. Oder besser: zu viel des Guten. Und so werde ich am Wochenende dann doch zum Steuerberater stiefeln. Mal sehen, ob und wie sich der Schaden noch eingrenzen lässt...
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