Jedes Mal, wenn ich ein Buch über Kindererziehung lese, so wie „Scream free parenting“, denke ich: „Ja! Das kann ich!“ oder zumindest „Das kann ich lernen!“. Dann bemühe ich mich einige Wochen lang beschwingt und positiv bestärkt, nur um wieder in das alte Muster zu verfallen: Bei der Arbeit klappt alles wunderbar, ich komme gut gelaunt im Kindergarten an oder nach Hause – und fange dann innerhalb kürzester Zeit an zu brodeln, weil die Küche unaufgeräumt ist, in der übrigen Wohnung Klamotten und Spielzeug herumliegen, das Abendessen gekocht werden will, das Baby schreit, der grosse Sohn Hunger hat und sofort, SOFORT etwas essen will, dann wutentbrannt an zu schreien fängt, weil ich die Kühlschranktür wieder zu mache („Es gibt jetzt keinen Snack. Wir essen in einer halben Stunde zu Abend!“), und und und... bis um 21 Uhr endlich Ruhe herrscht (im Idealfall) und ich endlich aufräumen und spülen kann (OK, manchmal hilft der Student, wenn er denn zu Hause ist). Ufff.
Aber vielleicht klappt es ja dieses Mal, mit „Mom-in-Chief“. Ich bin voller Hoffnung.
Donnerstag, 30. April 2009
Mittwoch, 29. April 2009
Haferflocken-Kekse
Immer wieder schnell gebacken und noch schneller verputzt. Und da Haferflocken gut für die Milchbildung sein sollen, besonders zu empfehlen für stillende Mütter! ;-)
200g geschmolzene Butter
1 Tasse Zucker
2 Tassen Mehl
1 Tasse Haferflocken
Alle Zutaten vermischen, in eine Auflaufform geben und leicht andrücken; dann bei 180 Grad Celsius etwa 20 Minuten backen. In mundgerechte Stückchen schneiden und in der Form auskühlen lassen.
200g geschmolzene Butter
1 Tasse Zucker
2 Tassen Mehl
1 Tasse Haferflocken
Alle Zutaten vermischen, in eine Auflaufform geben und leicht andrücken; dann bei 180 Grad Celsius etwa 20 Minuten backen. In mundgerechte Stückchen schneiden und in der Form auskühlen lassen.
Dienstag, 28. April 2009
Lucky
Nach den schlechten Nachrichten von heute Morgen hat mir dieses Lied im Laufe des Tages richtig gut getan: Lucky von Jason Mraz (featuring Colbie Caillat).
Entlassungen
jetzt also auch in unserer Firma, wieder einmal. 5% unserer Gruppe (etwa 25 bis 30 Leute) müssen gehen -- darunter eine Kollegin aus meinem Team, die aber schon länger Probleme mit unserer Chefin hatte, und wirklich langjährige Mitarbeiter, die über acht Jahre in der Firma beschäftigt waren. Hart, sowas. Das geht an die Substanz.
Montag, 27. April 2009
"Blintzes! Blintzes!"
klang es mir entgegen, sobald ich die Tür aufgemacht hatte. Meine beiden grossen Männer waren sich ungewöhnlich einig, was es zum Abendessen geben sollte. Da blieb mir nichts anderes übrig, als schnell fehlende Zutaten zu besorgen und in die Küche zu hechten.
Blintzes
250g Mehl
500ml Milch
4 Eier
50g geschmolzene Butter
1 EL Zucker
1 EL Vanille-Extrakt (oder stattdessen ein Päckchen Vanillezucker)
1 EL Rum
eine Prise Salz
Alle Zutaten vermischen. In einer kleinen Pfanne Öl erhitzen und kleine, dünne Pfannkuchen darin backen. Bei mir reicht der Teig für etwa 13 Stück.
Rosinen-Käse-Füllung
2 Päckchen Philadelphia
etwa 400ml Naturjoghurt
Rosinen und Zimt nach Belieben
5 EL Zucker
etwas Milch
Alle Zutaten vermischen, so dass eine glatte Creme entsteht, die nicht zu flüssig ist. Auf jedes Blintzes 1 bis 2 EL davon geben und aufrollen.
Und nach dem Essen war die Laune so ausgelassen, dass der kleine Mann sich halb totgelacht hat...
Blintzes
250g Mehl
500ml Milch
4 Eier
50g geschmolzene Butter
1 EL Zucker
1 EL Vanille-Extrakt (oder stattdessen ein Päckchen Vanillezucker)
1 EL Rum
eine Prise Salz
Alle Zutaten vermischen. In einer kleinen Pfanne Öl erhitzen und kleine, dünne Pfannkuchen darin backen. Bei mir reicht der Teig für etwa 13 Stück.
Rosinen-Käse-Füllung
2 Päckchen Philadelphia
etwa 400ml Naturjoghurt
Rosinen und Zimt nach Belieben
5 EL Zucker
etwas Milch
Alle Zutaten vermischen, so dass eine glatte Creme entsteht, die nicht zu flüssig ist. Auf jedes Blintzes 1 bis 2 EL davon geben und aufrollen.
Und nach dem Essen war die Laune so ausgelassen, dass der kleine Mann sich halb totgelacht hat...
Berichtenswertes
vom Wochenende:
- Yonatans dritter Zahl ist durch
- Yonatan hat Reis und Hüttenkäse zu seiner Speisekarte hinzugefügt
- Yonatan robbt schneller denn je durch die Gegend, von Zimmer zu Zimmer (jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bis er richtig krabbelt)
- Wir hatten einen wunderbaren Sonntagnachmittag bei Shais Professor in Santa Rosa, der seinen Kurs zum Schlemmen auf sein riesiges Anwesen eingeladen hatte. Nachdem wir das Haus gebührend bewundert hatten, stellte sich heraus, dass das nur das Poolhaus ist – das eigentlich Wohnhaus liegt etwas abseits. Yair hat es sich daraufhin am Pool gemütlich gemacht. Wenn ich so wohnen könnte, würde ich mir nicht mal mehr über die Schweinegrippe Gedanken machen, von der es inzwischen auch erste Fälle hier im Umkreis gibt.
Samstag, 25. April 2009
Wie ein Scheunendrescher
hat der kleinste Mann heute Abend Reis gegessen. Er konnte gar nicht genug kriegen. Und das, obwohl er für festes Essen eigentlich immer noch nicht so übermässig zu begeistern ist. Gerber-Glässchen lässt er sich gefallen, am liebsten Birne, Möhre und Süsskartoffel. Aber wehe, ich komme mit einer zermatschten Banane oder Avocado daher -- da werden die Lippen mit aller Kraft zugesperrt. Deshalb die Überraschung heute Abend, als ich ihm spasshalber einen Reiskorn zum probieren gegeben habe. Danach hat er reingehauen, als habe er bis jetzt nichts zu Essen bekommen. Wasser hat er auch dazu getrunken. Und anschliessend noch seine Antibiotika und eine Portion Brust. Mal sehen, ob er so gestärkt vielleicht heute Nacht ein bisschen ruhiger schläft...
Unterdessen hat Yair den "Powerranger walk" entdeckt und marschiert mit seinen Beinen weit ausholdend durch die Wohnung. Zum Schreien.
Unterdessen hat Yair den "Powerranger walk" entdeckt und marschiert mit seinen Beinen weit ausholdend durch die Wohnung. Zum Schreien.
Freitag, 24. April 2009
Yair
nach einem Blick in den Spiegel: "Mama, ich glaube... Ich fand meine Haare schöner, als ich drei war."
Ja, kleiner Mann, die Lockenpracht ist wohl mehr oder weniger dahin. So ist das, wenn man älter wird...
Ja, kleiner Mann, die Lockenpracht ist wohl mehr oder weniger dahin. So ist das, wenn man älter wird...
Reingefallen
Vor einigen Wochen war ich zum Arbeitseinsatz in Yairs Kindergarten, um Päckchen für einen guten Zweck zu packen. Mir gegenüber stand eine Mutter, deren Kind in eine andere Gruppe geht, aber die mir schon lange als sympatisch aufgefallen war. Sie hatte sich mir kurz vorgestellt, von ihrer Tochter erzählt, und da mir ihr Babybauch aufgefallen war, dachte ich „Prima, das ergibt Gesprächsstoff!“. „Ich sehe, dass Sie wieder schwanger sind. Wie schön! Die wievielte Woche ist es denn?“ fragte ich also beschwingt. „Ich bin nicht schwanger“, kam die kurze Antwort.
Augenblicklich schoss mir das Blut ins Gesicht. „Oh, das tut mir so leid!“ stammelte ich. „Ich hatte nicht vor... Ich war mir ganz sicher... Entschuldigen Sie bitte!“ „Schon gut,“ meinte sie nur und wechselte schnell das Thema. Für ein paar Minuten unterhielten wir uns noch ein wenig gezwungen über dieses und jenes, dann trennten sich unsere Arbeitswege. Seither, wenn wir uns sehen, grüssen wir uns, aber ein bitterer Beigeschmack ist geblieben und wird wohl auch nicht so schnell verfliegen.
So habe ich meine Lektion gelernt. Und das, obwohl ich eigentlich nie jemanden auf eine Schwangerschaft anspreche, ohne genau zu wissen, dass die Person tatsächlich schwanger ist. Nie nie nie. Aber dieses eine, dieses einzige Mal war ich mir so sicher, dass ich gar nicht daran gedacht habe, erst eine andere Stimme einzuholen. Die Moral von der Geschicht: Traue niemals dem äusseren Anschein.
Augenblicklich schoss mir das Blut ins Gesicht. „Oh, das tut mir so leid!“ stammelte ich. „Ich hatte nicht vor... Ich war mir ganz sicher... Entschuldigen Sie bitte!“ „Schon gut,“ meinte sie nur und wechselte schnell das Thema. Für ein paar Minuten unterhielten wir uns noch ein wenig gezwungen über dieses und jenes, dann trennten sich unsere Arbeitswege. Seither, wenn wir uns sehen, grüssen wir uns, aber ein bitterer Beigeschmack ist geblieben und wird wohl auch nicht so schnell verfliegen.
So habe ich meine Lektion gelernt. Und das, obwohl ich eigentlich nie jemanden auf eine Schwangerschaft anspreche, ohne genau zu wissen, dass die Person tatsächlich schwanger ist. Nie nie nie. Aber dieses eine, dieses einzige Mal war ich mir so sicher, dass ich gar nicht daran gedacht habe, erst eine andere Stimme einzuholen. Die Moral von der Geschicht: Traue niemals dem äusseren Anschein.
Anreiz
Für alle, die das Stillen lieber früher als später aufgeben möchten, hier ein Artikel in der New York Times.
Ich jedenfalls habe mich ganz gut damit arrangiert: der kleinste Mann und ich geniessen die Momente der ungestörten Zweisamkeit. Jedenfalls bis ihn etwas ablenkt – und dann ist Mammis Brust plötzlich nur noch Nebensache. Deshalb funktioniert es nachts am besten, und das ist auch nicht weiter schlimm, denn ich schlafe ja dabei wieder ein. Und er bekommt die Wärme und Nähe, die ich ihm Tagsüber bei der Arbeit vorenthalte...
Ich jedenfalls habe mich ganz gut damit arrangiert: der kleinste Mann und ich geniessen die Momente der ungestörten Zweisamkeit. Jedenfalls bis ihn etwas ablenkt – und dann ist Mammis Brust plötzlich nur noch Nebensache. Deshalb funktioniert es nachts am besten, und das ist auch nicht weiter schlimm, denn ich schlafe ja dabei wieder ein. Und er bekommt die Wärme und Nähe, die ich ihm Tagsüber bei der Arbeit vorenthalte...
Chameur II
Beim Mittagessen im Kindergarten gurgelt Yair genüsslich mit seinem Wasser im Mund. Kurz darauf machen alle Kinder es ihm nach. Daraufhin die Erzieherin: „Yair, you're not behaving nicely.“ Yair (mit Augenaufschlag?): „I like your shirt!“
Woher hat er das bloss?
Woher hat er das bloss?
Mussestunden
Gestern habe ich mich mal ausgiebig um mich selber gekümmert: Erst war ich im Fitnessstudio, und danach habe ich es mir zwei Stunden vor dem Fernseher gemütlich gemacht, um mir die neuen Folgen von Grey’s Anatomy und Private Practice zu Gemüte zu führen. Genial!
Und da heute Freitag ist, freue ich mich auf diese Dinge:
- Mein Müsli und eine riesige Tasse Kaffee
- Mittagessen mit meinen Kolleginnen (um Hayleys Geburtstag zu feiern!)
- Kochen und Backen heute Abend für unser Schlemmerwochenende
- Eine Mütze Schlaf
- Mussestunden mit meinen Männern
- Eine neue Folge Brothers & Sisters Sonntagabend
Worauf freut ihr euch?
Und da heute Freitag ist, freue ich mich auf diese Dinge:
- Mein Müsli und eine riesige Tasse Kaffee
- Mittagessen mit meinen Kolleginnen (um Hayleys Geburtstag zu feiern!)
- Kochen und Backen heute Abend für unser Schlemmerwochenende
- Eine Mütze Schlaf
- Mussestunden mit meinen Männern
- Eine neue Folge Brothers & Sisters Sonntagabend
Worauf freut ihr euch?
Donnerstag, 23. April 2009
Gedächtnis wie ein Sieb
Erschreckend, wie weit es schon mit mir gekommen ist. Da schickt meine Chefin eine Einladung zum Mittagessen, um den Geburtstag einer Kollegin vorgestern gebührend zu begehen. Besagte Kollegin sitzt neben mir, also drehe ich mich um und sage: „Hey, Haley, du hattest Geburtstag und hast nichts verlauten lassen?!“ Sie: „Was? Aber du hast mir doch gratuliert!“ Ich: „Haaabe ich...?“ Ganz wage kommt plötzlich die Erinnerung zurück. „Stimmt...! Du hattest dieses nette Kleid an und sahst ganz festlich aus, und du wolltest abends mit ein paar Freunden feiern gehen!“ Und ich dachte, meine Vergesslichkeit sei Hormon-bedingt. 8 Monate nach der Geburt kann ich das aber wohl vergessen, oder?
Friend Connect
Übrigens habe ich meinem Blog das nebenstehende Leser gadget hinzugefügt, weil ich dachte, es könnte so schön sein zu wissen, wer hier regelmässig vorbei schaut. Dann wären wir eine richtige Familie (oder so). Also, möchte nicht jemand den Anfang machen...?
Schade
Kürzlich bin ich auf den Blog eines Kollegen gestossen, der die Firma verlassen hat, um mit seiner Familie zurück in die Schweiz zu gehen. Ironischer Weise habe ich nie direkt mit ihm zu tun gehabt und ihn überhaupt aufgrund seines Vornamens für einen Franzosen gehalten (was mir selber auch ständig passiert). So habe ich erst durch den Link zu seinem Blog in seiner Abschieds-email erfahren, dass wir eigentlich Sprach-verwandt sind. Schade. Ein kleiner Chat zwischendurch wäre doch nett gewesen.
Nicht, dass es mir daran mangeln sollte. Ich weiss von mindestens drei anderen deutschsprachigen Kollegen im Haus. Aber es bestätigt sich halt einmal mehr meine Theorie: Israelis im Ausland suchen und finden sich. Deutsche (oder Deutschsprachige) hingegen gehen sich lieber aus dem Weg. Ist das nun sonderbar, oder wie?
Natürlich gibt es die Gruppe der East Bay German Moms (GerMoms), die diese Theorie widerlegt. Aber die treffen sich leider zweimal wöchentlich zu Zeiten, in denen andere Menschen ARBEITEN. Nochmal schade.
Nicht, dass es mir daran mangeln sollte. Ich weiss von mindestens drei anderen deutschsprachigen Kollegen im Haus. Aber es bestätigt sich halt einmal mehr meine Theorie: Israelis im Ausland suchen und finden sich. Deutsche (oder Deutschsprachige) hingegen gehen sich lieber aus dem Weg. Ist das nun sonderbar, oder wie?
Natürlich gibt es die Gruppe der East Bay German Moms (GerMoms), die diese Theorie widerlegt. Aber die treffen sich leider zweimal wöchentlich zu Zeiten, in denen andere Menschen ARBEITEN. Nochmal schade.
Dienstag, 21. April 2009
You cut that out!
"Hör auf damit!" Seit Wochen Yairs Lieblingssatz, angeeignet aus dem Dschungelbuch und in vielfältigster Weise angewendet. Irgendwie findet er immer eine Möglichkeit, ihn einzubringen. Auch wenn ich ihn nur zum Abendessen rufe. Habe ich schon erwähnt, dass er ziemlich frech ist, wenn er will (und das liebste aller Kinder, wenn er möchte)? Und habe ich schon erwähnt, dass Englisch bei ihm immer mehr zur stärksten Sprache wird...? Ich bin mir nicht sicher, dass mich das freut.
Neues Antibiotikum
Jetzt versuchen wir es mit Cefpodoxime und hoffen, dass der Ganz-Körper-Hautausschlag diesmal ausbleibt.
Montag, 20. April 2009
Empfindlich
Seit gestern hat Yonatan wieder Hautausschlag als Reaktion auf die Antibiotika. Co-trimoxazole geht also auch nicht. Amoxicillin hatten wir letztes Mal. Damit sind unsere Optionen langsam etwas eingeschränkt. Dr. R. hat gerade eine Alternative verschrieben, aber wenn die Entzündung wiederkommt, müssen wir vielleicht doch einen HNO hinzuziehen und eventuell Röhrchen in die Ohren einsetzen lassen, damit die Flüssigkeit abfliessen kann. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
Sommer
ist heute. Bis zu 32 Grad sind hier im Ort gemeldet -- so heiss ist es an den besten Sommertagen kaum. Aufgrund der erwarteten Hitze haben die Behörden einen "Spare the Air" Tag ausgerufen, so dass ich das Auto stehen lasse und von zu Hause aus arbeite. Gestern war es schon geradezu unerträglich, aber dafür ist richtig Ferienstimmung aufgekommen. Zu schade, dass heute die Woche wieder anfängt...
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