Freitag, 10. Juli 2009

Kaum da...

sind sie schon wieder weg, die Eltern. Heute morgen haben sie den Mietwagen abgeholt (einen Hyundai Sonatra), haben ihre Sachen ins Auto geladen und sind über die Richmond Bridge und den Highway 101 zur Küstenstrasse gefahren. Dort zuckeln sie jetzt sicher gemächlich die vielen Kurven entlang Richtung Mendocino, dann weiter nach Fort Bragg.

Dass der Reiseveranstalter nicht in der Lage war, die Reiseunterlagen rechtzeitig zu schicken, ist natürlich schade. Erstaunlich, in unserem Zeitalter. Man sollte doch meinen, alle Unterlagen könnten im Notfall auch elektronisch zugänglich gemacht werden. Und dass dann auch der Express-Dienst, der das Päckchen noch zeitgerecht bis gestern Abend an unserer Haustür abliefern sollte, die Frist verpasst hat, ist schon merkwürdig. Auch nach mehrmaligen Telefonaten und etlichen Emails sind die Unterlagen bislang nur bis Dortmund gekommen. Irgendjemand hat da gewaltig geschlafen. So hat der Vater gestern noch selber recherchiert und das nötigste ausgedruckt. Hoffen wir, dass es reicht und die beiden ordentlich was zu erkunden haben. Genug zu bieten hat diese Gegend ja.

Montag, 6. Juli 2009

Das Sommerloch

kommt. Meine Eltern sind nämlich im Anrollen, und daher werde ich in den nächsten Wochen sicher noch weniger zum Bloggen kommen (vom Lesen ganz zu schweigen). Nur mal so als Ankündigung.

So sauber und aufgeräumt wie heute war unsere Wohnung übrigens noch nie, und ich werde meinen Eltern raten, sich diesen Idealzustand gut anzugucken. Alles was sie sehen, nachdem wir die Haustür zumachen, entspricht dann eher dem Bild der (chaotischen) Wirklichkeit.

Noch vier Stunden, dann müssten sie so langsam durchs Gate marschieren...

Donnerstag, 2. Juli 2009

Die Zahnfee

kommt später. Im Moment treibt eher das Zahnmonster sein Unwesen. Der kleinste Mann braucht ständig etwas zum Beissen, jedenfalls schlägt er seine Zähne in alles, was beissbar ist. Unser Sofa hat schon eine farblose Stelle; abends nagt er sein Gitterbettchen an; und seine Tagesmutter musste ihren Wohnzimmertisch vor ihm in Sicherheit bringen. Also Vorsicht, wenn er sich nähert, um scheinbar ein Küsschen zu geben -- das schmerzt!

Montag, 29. Juni 2009

Der Ballon

Yonatan liebt Luftballons über alles. Deswegen gehen wir auch so gerne zu Trader Joe's, weil es da immer einen umsonst gibt (liebe Aldi-Brüder, das ist ein prima Konzept!). Yair nimmt ihn mit, und Yonatan reisst ihn sich unter den Nagel. Konflikt vorprogrammiert. Aber wen stört's?

Während mein Heimatdorf Schützenfest feiert

sitze ich mit einem kranken Kind, das eigentlich nicht mehr krank ist, zu Hause. Gestern hatte Yair aus unerklärlichen Gründen Fieber und Kopfweh (ein Virus sicher, was sonst). Heute Nacht noch 38.5, zur Zeit aber fieberfrei und deshalb gelangweilt und unzufrieden. Daher habe ich ihm eine halbe Stunde mit dem Fahrrad gegönnt. Inzwischen sitzt er inmitten seiner Legosteine, baut Raumschiffe und führt Gespräche mit imaginären Freunden.


Yonatan kann inzwischen alleine stehen, ganz ohne Festhalten. Er übt fleissig.

Mein wunderbarer Göttergatte hat sich gestern ums Wäschemachen gekümmert (bis aufs Auffalten, das mache ich doch lieber alleine) und in seinem Elan gleich sein Handy mitgewaschen. Das ist jetzt ziemlich tot; da hilft nix mehr. Schwesterchen, jetzt kommt für kurze Zeit mal wieder euer damals ersteigertes Siemens-Handy als Ersatz zum Einsatz! Bis die neue Firma endlich den Blackberry rüberwachsen lässt. Aber das dürfte nicht mehr lange dauern. Zu dumm nur, dass alle Nummern im Telefon gespeichert waren und nicht auf der SIM-Karte...

Ab heute läuft übrigens der Countdown. Noch sieben Mal schlafen, dann rollen die Eltern an. Oder die Grosseltern. Je nach Perspektive. Im Haushalt macht sich jedenfalls langsam eine zappelige Vorfreude breit.

Freitag, 26. Juni 2009

Wenn ich versuche...

meinen Mittagsjoghurt mit dem Kugelschreiber zu essen, dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass mein müder Kopf zu sehr bei der Arbeit ist... Aber ist ja Gott sei Dank Freitag.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Walt Disney ist out

Gestern hatte Yair einen Freund eingeladen. Die beiden wollten unbedingt einen Film sehen. OK, gut. Sie waren schliesslich beide den ganzen Tag aktiv, der eine im Kindergarten, der andere im Sommerlager. Dass sie sich ausgerechnet Spiderman aussuchten, fand ich dann aber nicht so angebracht. "Der ist erst für Kinder ab 13! Vielleicht sucht ihr euch lieber was anderes aus? Walt Disney? Wie wäre es mit Pinocchio? Oder Robin Hood?" "Nein! Nein! Den wollen wir, Spiderman!" Nichts zu machen. Um grösseres Gezeter zu verhindern, wurde also die gewünschte DVD eingelegt, nicht ohne nochmal anzumerken, sofort Bescheid zu geben, wenn die Geschichte "zu schlimm" würde.

15 Minuten später rödel ich in der Küche. Die Freunde sitzen vereint mit einem Apfel auf dem Sofa, Blick auf den Bildschirm gerichtet. Alles still, nur die Filmgeräusche sind zu hören. Plötzlich ein angsterfüllter Schrei: "Mama!!!" Im selben Moment wird der Bildschirm schwarz; Yair hat gleich den Aus-Knopf gedrückt. Tolle Helden, diese zwei.

Dafür mussten sie anschliessend im courtyard die Unerschrockenen spielen, die keine Angst haben, grössere Kinder zu beschimpfen. Da kam es dann fast zum Cliquen-Krieg.

Dienstag, 23. Juni 2009

Orangensaftkuchen

Dieser Kuchen hat das Zeug zum Lieblingskuchen und ist schnell und einfach in weniger als 10 Minuten zusammenzurühren. Meine Männer jedenfalls waren begeistert.

1 Tasse Zucker
2 Tassen Mehl
2 1/2 TL Backpulver
1/2 Tasse Öl
1 Tasse Orangensaft
2 Eier
Ein paar Tropfen Vanille

Alles zu einem glatten Teig verrühren, in eine Kastenform geben und bei 170 Grad (Celsius) etwa 45 Minuten backen.